Bremen Vorbild für die Branche
Hotel Westfalia darf sich „Klimaschutzbetrieb“ nennen
BREMEN. Das Hotel Westfalia darf sich „Klimaschutzbetrieb“ nennen. Denn es hat seit 2007 seinen Kohlendioxidausstoß um mehr als 20 Prozent verringert. Bremens Umwelt-Staatsrätin Gabriele Friderich unternahm anlässlich der Auszeichnung einen Rundgang durch das Hotel und sparte dabei nicht mit Lob: „Das Hotel Westfalia hat Vorbildcharakter für die ganze Branche“, sagte sie.
Für die Hotelbesitzer Christel und Nils Plewnia sind die Themen „Umwelt- und Klimaschutz“ und „Energieeffizienz“ eine Herzenssache. Bereits seit zehn Jahren befassen sie sich intensiv damit. Die Plewnias führen das vor rund 80 Jahren gegründete Hotel in der dritten Generation. Seitdem haben sie unter anderem für ein energiesparendes Beleuchtungskonzept und den Austausch der alten Röhrenfernseher gegen neue, energieeffiziente LCDs gesorgt.Größter Baustein beim Einsparen von Energie und Kohlendioxid: der Betrieb eines Blockheizkraftwerkes, durch das das Hotel Westfalia den größten „Batzen“ seines Stroms selbst produziert und außerdem die Abwärme zum Heizen und für die Warmwasserversorgung des kompletten Gebäudes verwendet. Der zusätzliche Einbau von besonders effizienten Umwälzpumpen bewirkt das Einsparen von weiteren 20 Megawattstunden Strom pro Jahr. Der verbleibende Bedarf wird durch den Bezug von CO2-freier Energie aus einem norwegischen Wasserkraftwerk gedeckt. Thomas Klaus
