Hotellerie
Bundesrechnungshof versteigert – Hotelprojekt absehbar
von Barbara Goerlich
FRANKFURT. Aufatmen in Frankfurt: Der Bundesrechnungshof ist endlich versteigert worden. Als einzige Bieter haben die Projektpartner Fay Projects GmbH und die Helaba-Tochter OFB Projektentwicklung GmbH den Zuschlag für das rund 5300 Quadratmeter große Areal des ehemaligen Bundesrechnungshofes an der Berliner Straße im Rahmen der Zwangsversteigerung erhalten, meldet das Property Magazine.
Luxushotel im Visier
Als neuer Eigentümer wird die gemeinsame Projektgesellschaft auf dem zentral gelegenen Areal zwischen Bethmann- und Berliner Straße im Windschatten des Steigenberger Frankfurts Hofs ein Hotelprojekt mit Einzelhandels- und Gastronomieflächen realisieren. Für diese gute Lage neben der Paulskirche und in Spuckweite zum Main wünschen sich Frankfurts Stadtväter und -mütter sehnlichst ein Luxushotel.
Das Objekt wird auf einen Wert von rund 33,5 Mio. Euro geschätzt und befand sich seit 2003 in Zwangsverwaltung. Hauptgläubiger des insolventen Eigentümers, die Wolf & Partner Grundstücksgesellschaft, war die Royal Bank of Scotland.
Potenzieller Betreiber?
Die Klärung der komplizierten Eigentumsverhältnisse hatte sich bald zehn Jahre hingezogen, mehrere Termine zur Zwangsversteigerung endeten ohne Ergebnis. Fay Projects war zuletzt in Frankfurts Hotellerie mit Entwicklung, Bau und Vermietung der Villa Kennedy an die Forte Collection aktiv.
„Gut, dass endlich Schwung in die Sache kommt“, freut sich ein Immobilienexperte. Welche Art Hotel dort entstehen wird, ist derzeit noch unklar. Auch, ob die immer wieder im Zusammenhang mit dem Projekt genannte potenzielle Betreiberin, Horst Schulzes West Paces Group mit den Marken Cappella und Solis, weiterhin interessiert ist.

