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Bratwurst frisch vom Grill: Dafür standen die Gäste gern an Foto: Biskupek

Sachsen

Das Altstadtfest füllt die Kassen

40.000 Besucher bevölkern drei Tage lang Mittweida / Wirte im historischen Zentrum profitieren von dem Andrang

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/37 vom 16. September 2006

MITTWEIDA Zwar ging das Altstadtfest in der mittelsächsischen Kreisstadt Mittweida schon zum 13. Mal über die Bühne, aber es unterschied sich beträchtlich von seinen Vorgängern. „Das Beste, was wir bisher ausgerichtet haben“, versicherte Falko von Ginsheim, Wirt des Bistro à la carte und einer der Veranstalter. Eigentümerin ist seine Frau Petra. Vor 18 Jahren hatten von Ginsheims dort eine Broilerbar eröffnet, später machten sie daraus das familiengeführte Bistro und bestimmen heute damit die uralte Straße, die von Häusern mit überdurchschnittlich hohen Dächern geprägt wird: Hier haben früher die Weber ihre Tuche unter dem Dach getrocknet.

Nicht weit weg ist die Gaststätte Zur Stadtwache. Wirt Andreas Beck hat die Gastronomie erst nach 1990 eingebaut. Heute aber bestimmt er zusammen mit von Ginsheim das gastronomische Gesicht der Gegend. Und zum Stadtfest wurden beide Betriebe von Hungrigen und Durstigen umlagert. Sie gelten bei den Einheimischen als die guten Seelen des Festes.

Begrüßt haben die Wirte und die vielen Händler, die mobile Stände aufgebaut hatten, zahlreiche Gäste. Wie sie sagten, profitierten sie alle vom Altstadtfest. Frank Schleußing vom Kulturamt der Stadt schätzt, dass mindestens 40.000 Besucher an den drei Tagen bevölkert hätten. Man habe bewusst eine Teilung der Stadt herbeigeführt. Der Markt mit Festzelt für Großveranstaltungen trennt die Weberstraße mit dem historischen Angebot, das vor allem von den beiden Wirten bestimmt wird, von der anderen Stadthälfte. Dort sorgen Eisbar, Asiaten oder Dönerstände für Vielfalt.

Was die Wirte von einem Altstadtfest haben, bewerten sie unterschiedlich, aber durchweg positiv. Von Ginsheim will sich auf keine Zahl festlegen. Beck aber meint, die Festtage brächten rund 30 Prozent eines üblichen Monatsumsatzes. Freilich seien jedoch auch viele seiner sonstigen Stammkunden gekommen.

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