Tourismus
Das Handy als Reiseführer
10. Thüringer Tourismustag: Das Internet gezielt nutzen, um mehr Gäste zu gewinnen
SUHL. Mit dem GPS-Gerät auf Schatzsuche durch den Thüringer Wald gehen. Mit dem Handy am Ohr durch den Kyffhäuser Naturpark wandern und sich über die Denkmäler informieren. Wie Touristiker mit Internet und Handy neue Gäste werben, erfuhren die 230 Besucher des Thüringer Tourismustages in Suhl.
„Kultur und Natur sind die Stärken des Reiselandes Thüringen“, betonte Bärbel Grönegres, Geschäftsführerin der Thüringer Tourismus GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
weiter mit Mausklick.... Der Thüringer Wald, Wasserwandern an der Werra, die Wartburg in Eisenach oder die Kulturstädte Erfurt und Weimar ziehen Urlauber ins Land. Mit den Ankunfts- und Übernachtungszahlen des vergangenen Jahres ist der thüringische Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz zufrieden. „Mit 7 Prozent mehr Gästen und 4,7 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr verzeichnet Thüringen im Bundesvergleich die größten Zuwächse“, betonte Reinholz. Das sei das zweitbeste Ergebnis seit der Wiedervereinigung. Trotzdem bleibt das grüne Herz Deutschlands eine Kurzreisedestination. 2,8 Tage verbringen Besucher im Schnitt in Thüringen. Um zukünftige Gäste auf die Stärken des Landes aufmerksam zu machen, müsse die Tourismusbranche das Internet gezielter einsetzen. „77 Prozent der Internetnutzer informieren sich heute über das Thema Reisen“, sagte Reinholz. „Das Internet ist zu einer der wichtigsten Informationsquellen für die Reisevorbereitung geworden.“
Allein die Seite der Thüringer Tourismus GmbH werde pro Monat von mehr als 67.000 Besuchern angesehen. „Die Internetbuchungen verdoppeln sich jedes Jahr“, bestätigte Bärbel Grönegres von der Thüringer Tourismus GmbH. Die Zukunft der Reisebranche sieht Saim Alkan im sogenannten Mitmach-Internet. „Per Handy, Online-Blogs, Communities und Bewertungsportalen wollen sich die Reisenden selbst über ihre Urlaubsorte informieren“, meinte der Geschäftsführer von Aexea, einer Agentur für Online-Beratung. Der Trend gehe außerdem zu kurzfristigen Buchungen und spontanem Urlaubsverhalten. Darauf müssen sich Hoteliers und Gastronomen einstellen. (Seite 15)