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Standard schlägt Standort: Im Tagungsbereich kommt zum Zug, wer mit Komfort und Technik punkten kann Foto: Hotel

Hessen

Das Umfeld muss stimmen

Der Tagungsmarkt verzeichnet rasante Zuwächse / Auch Randregionen profitieren / Segment mit großem Potenzial

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/37 vom 13. September 2008
von  

FULDA. Vor allem in der Mitte Deutschlands wurde seit der Wiedervereinigung vermehrt in den Tagungsmarkt investiert. Doch nicht nur hier wächst dieses Segment: Als Meeting- und Eventstandort ist Deutschland europaweit die Nummer eins, so das Meeting- & Eventbarometer 2008 (siehe Kasten).

Investieren lohnt sich

Das von der Zentrale für Tourismus, dem German Convention Bureau und dem Europäischen Verband der Veranstaltungs-Centren veröffentlichte Barometer bezifferte die Steigerungsrate der Veranstaltungen gegenüber dem Vorjahr um sechs Prozent. Im Jahr 2007 wurden rund 10 Mio. Übernachtungen aus den Besuchen von Kongressen, Tagungen und Konferenzen generiert. Die Hotellerie kann aus derartigen Wachstumsmärkten nur profitieren. Investitionen lohnen, wie das Beispiel Hotel Esperanto beweist.

Das Haus präsentiert sich in Fulda seit 2005 als erfolgreicher Kongress- und Tagungsstandort mitten in Deutschland. Eindeutiger Schwerpunkt mit rund 75 Prozent Umsatzanteil ist das Kongress- und Tagungsgeschäft. „Auf einem Gesamtareal von rund 28.000 Quadratmetern bieten wir einen Seminar- und Konferenzbereich mit 19 Tagungsräumen sowie drei multifunktionale Veranstaltungshallen. Unsere variablen Raumkonzepte und komplexen Technik-Einrichtungen ermöglichen Veranstaltungen jeder Art“, sagt Michaela Groll, Tochter von Esperanto-Chef Leo Groll.

Mit der zentralen Lage punktet auch das Kurpark-Hotel in Bad Sooden-Allendorf als Pluspunkt heraus gearbeitet. „Ja, es lohnt sich zentral in Deutschland zu liegen. Dies wird im Tagungsgeschäft begrüßt“, erklärt Fischer, verantwortlich für Marketing und Verkauf.

Seit der Eröffnung in 2007 konnte das Haus im Tagungsbereich bereits einen Umsatzanteil von rund 75 Prozent erreichen. Eine stolze Bilanz, bedenkt man, dass viele Gäste nach der Tagung im Haus verweilen und noch einen Drink an der Bar oder auf der neuen Terrasse einnehmen. „Einige Tagungsteilnehmer nutzen unsere Werratal-Therme zum Entspannen“, sagt Fischer. Diesen Trend bestätigt auch das Esperanto Fulda. Auch hier nutzen die Tagungsgäste den Wellnessbereich.

Die Zielsetzung der Veranstaltung bestimmt den Ort. So berichtet Maren Rönnfeld von der W.A.F. (Institut für Betriebsräte-Fortbildung), dass sie bei der Buchung der Hotels für ihre mehrtägigen Seminarveranstaltungen auch auf die Freizeitaktivitäten in der näheren Umgebung schaut. „Das Hotel sollte möglichst einen Schwimmbadbereich haben, für unsere Teilnehmer von allen Richtungen her gut zu erreichen sein und ein attraktives Umfeld bieten“, erklärt sie. Wichtig sei vor allem die Zufriedenheit der Teilnehmer. Dafür werde ein Qualitäts-Hotelbote engagiert, der nach jeder Veranstaltung ein Resümee zieht.

Gesamtkonzept entscheidet

Als aufstrebende Tagungsregion empfiehlt sich Mecklenburg-Vorpommern. Die Zahl der Tagungen ist hier zwischen 2004 und 2008 von 76.400 auf 125.137 gestiegen. „Die positive Entwicklung hat unter anderem mit der verbesserten Tagungsstruktur zu tun“, sagte Mathias Löttge, Präsident des Landestourismusverbandes. Sicher sei das Bundesland nicht mit Hamburg, Berlin oder Frankfurt zu vergleichen, könne aber mit dem Besonderen aufwarten: Tagungen in Schlössern, auf Schiffen oder mit Meerblick.

Wenn Gesamtkonzept und Preisstruktur stimmen, dann kann jede Region von diesem wachsenden Segment profitieren, wie etwa auch das Kastens Hotel Luisenhof in Hannover, dass im Jahr 2000 aufgrund der hohen Nachfrage in weitere Tagungsräume investierte und die Technik ständig auf dem modernsten Stand hält.

Silke Liebig-Braunholz

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