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Regional & Lokal

Der Gastronom

Maik Beyer

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/25 vom 21. Juni 2008
 Heinz Feller

Kleinkram zum Sattwerden bekommen die Gäste von Maik Beyer. Der erwarb 2002 den Landgasthof Heinrich in Ungstein an der Deutschen Weinstraße und realisierte mit großem persönlichen Einsatz seine Vorstellung von uriger Gemütlichkeit und stilvollem Umfeld.

Dem Interieur sieht man an, dass es „gewachsen“ ist. Innerhalb von sechs Jahren hat der ausgebildete Koch das Landhaus Heinrich zu einer Vorzeigeadresse in Sachen Landhotel gemacht, indem er von Anfang an Maßstäbe in der kultivierten Pfälzer Gastlichkeit setzte. Aus der einstigen Weinwirtschaft ist längst ein kulinarisches Refugium geworden, in dem Beyer erlebenswerte Gastronomie auf hohem Niveau zelebriert. Zusätzlich erfindet er pausenlos Dinge, die das Leben für den Gast angenehmer und interessanter machen. Diese Ansprüche sind bei ihm aber nicht nur ein Lippenbekenntnis. Die Pflege der Individualität, der persönlichen Vorlieben und ein echtes Engagement seiner Mitarbeiter sind für ihn wichtige Voraussetzungen, um in einem konkurrenzträchtigen Markt wie der Deutschen Weinstraße Erfolg zu haben.

Das kulinarische Angebot ist angesichts der kleinen Küchenbrigade von drei Mann beachtlich. „Alles eine Frage der Logistik und der Organisation“, wie Beyer versichert. In seinem rund 60 Plätze bietenden Restaurant mit angeschlossenem „Schlemmer-Gewölbe“ (40 Plätze) kocht er konventionell, am liebsten aber „Pfälzer Kular“. Das sind Pfälzer Spezialitäten, die mittels molekularer Techniken veredelt werden. Ungeteilte Freude kommt bei ihm auf, wenn er sich in dieser neuen Übung betätigen kann: Acht kleine und feine Gänge experimenteller Pfälzer-Molekularküche auf die Speisekarte setzt, und dabei „Maki aus Pfälzer Saumagen“, „Lauwarme Pfälzer Dominosteine mit Meerrettichwolke“ oder „Filet vom Rheinzander mit Schaum vom weißem Käs“ aus seinem „Klääkram-Menu“ serviert. Im Pfälzer Dialekt bedeutet „Klääkram“ Kleinigkeiten, die zum Hungrigbleiben meistens zu groß, zum Sattwerden zu klein sind. „Bei unseren acht Kleinigkeiten aber wird hier jeder satt“, so Beyer. fe


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