Nordrhein-Westfalen
Der „richtige Schuss“ bringt kulinarische Überraschungen
Köche von „Westfälisch genießen“ kochen mit Mineralwasser
von Renate Ostlender
BIELEFELD Dass Mineralwasser nicht nur ein prima Durstlöscher ist, zeigten Köche der Initiative „Westfälisch genießen“ im Schlichte Hof in Bielefeld. Bei der Zubereitung neuer kulinarischer Kreationen „mit Schuss“ über die Schulter schauen ließen sich Inhaber Bernhard Kampmann und Sebastian Höptner (Souschef in der Alten Schmiede Steinhagen) sowie Alfons Lorenbeck (Altdeutsche Gaststätte Lorenbeck in Neuenkirchen).
„Aus Sicht unserer Köche sind es oft Feinheiten, die einem Gericht das gewisse Etwas geben und es dabei so unverfälscht wie möglich belassen“, sagte Friedrich Wilhelm Krüger, Geschäftsführer von Westfälisch Genießen e.V. „Kochen mit Mineralwasser ist ein Beispiel hierfür.“
Küchenmeister Bernhard Kampmann servierte unter anderem einen „Fischeintopf mit Kalzium und Sulfat“. Besonders gern ersetzt der Bielefelder Koch auf diese Weise auch fettreiche Zutaten. Nach Ansicht von Alfons Lorenbeck „gewinnen auch Pfannkuchen durch einen Schuss Mineralwasser. Der Teig wird luftiger und auf einen Teil der Milch kann verzichtet werden.“
Den regionalen Gedanken in der Küchenkultur setzen die Köche durch die Wahl eines Wassers aus heimischer Quelle um. Anders als beim herkömmlichen Leitungswasser zeichnet sich Mineralwasser durch seine natürliche Mineralisierung aus und, je nach Produkt, durch die angereicherte Kohlensäure. Diese zwei Eigenschaften machen es für die Köche in den „Westfälisch genießen“-Betrieben zu einem idealen Begleiter bei der Zubereitung ihrer Speisen.
