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Deutschland hat den Superstandort

Der Hotelmarkt Frankfurt wächst und wächst: In den nächsten vier Jahren kommen rund 2600 Zimmer neu hinzu

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/7 vom 16. Februar 2008
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FRANKFURT/M. Die Mainmetropole ist für die Hotellerie ein gutes Pflaster. Aber auch ein hart umkämpfter Markt. Die drei größten Projekte im 4- und 5-Sterne-Bereich sind derzeit: Das Grand Hyatt im Europaviertel (Betreiber: Global Hyatt/405 Zimmer), das Solis nahe der Museumsmeile (West Paces Hotels Group/348) und das Hotel am Thurn & Taxis Platz (248) für das derzeit noch kein Betreiber feststeht.

Tagungsgäste füllen Betten

Die Hotelumsätze der Finanz- und Messestadt sind im Wesentlichen durch Geschäftsreisende geprägt. Rund 70 Prozent der Übernachtungen entfallen auf Tagungsbesucher. Die Durchschnittsrate (4- und 5-Sterne-Hotels) betrug zuletzt 111 Euro und ist damit immer noch höher als in München, Hamburg, Köln und Stuttgart (Quelle: Immobilienberatung Dr. Lübke). Das schafft Begehrlichkeiten. „Der Markt scheint noch Luft zu haben“, sagt Rolf W. Schmidt. Für den Geschäftsführenden Gesellschafter der Marktforschungsgruppe CHD Expert/Marktplatz Hotel ist Frankfurt die Boom-Town. „In den nächsten vier Jahren kommen knapp 2600 neue Zimmer hinzu“, weiß Schmidt.

Weitere wichtige Hotelprojekte sind das Hilton Airrail Center am Flughafen (247 Zimmer, Eröffnung Anfang 2009) oder das Mandarin Oriental Hotel am Opernplatz (165 Zimmer, Eröffnung 2011 geplant).

Frankfurt zählt derzeit insgesamt rund 300 Hotelbetriebe, davon sind 32 im 4-Sterne-Bereich angesiedelt undneun Betriebe sind 5-Sterne-Häuser. Insgesamt bringt es die Geschäftsmetropole auf rund 30.000 Betten.

Der Tourismus in „Mainhattan“ boomt. Die Zahl der Besucher stieg im vergangenen Jahr um 8,6 Prozent (gegenüber dem Vorjahr) auf 3,3 Mio. an. Bei den Übernachtungen gab es 2007 ein Plus von 5,5 Prozent auf insgesamt 5,3 Mio. Dies geht aus einem Bericht der Tourismus+Congress GmbH Frankfurt hervor.

Besonders ins Auge sticht: Mit einem Anteil von mehr als 46 Prozent ist die Zahl der ausländischen Gäste im deutschlandweiten Vergleich besonders hoch. Frankfurt ist damit die „internationalste Stadt“ der Republik (AHGZ vom 5. Januar). uju

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