Nordrhein-Westfalen
Die ersten britischen Gäste checken ein
2-Land-Projekt: Grenzübergreifender Tourismus startet mit Elan / Lückenloses Radwegenetz
von Gundula Marx
VIERSEN/HELDEN Ein voller Erfolg verspricht die Werbekampagne des 2-Land-Projektes zu werden. Die ersten Gäste aus Großbritannien trafen jetzt im deutsch-niederländischen Grenzland im niederländischen Helden im Hotel Antiek ein. Von dort starten die Briten eine fünftägige Fahrradtour mit Stationen in Venlo, Willich und Herten. 2-Land-Projektleiterin Martina Baumgärtner ist begeistert von den mehreren Hundert Anfragen zu Kurzreise-Arrangements und die über 2000 Adressen von Interessenten aus England, Schottland und Irland.
„Peanuts“, meinte Michael Child, einer der ersten englischen Gäste, zur dreieinhalbstündigen Anfahrtszeit von seinen Heimatort in der Nähe von London nach Helden. Er war mit einer Gruppe im Auto gestartet und mit der Fähre Dover-Dünkirchen in die Niederlande eingereist. Die Briten waren begeistert von dem lückenlosen Fahrradwegenetz der Grenzregion, das es so in England nicht gibt. Begeistert waren sie auch über den 2-Land-Service, der sie mit Navigationsgerät und Radkarten ausstattete.
Das 2-Land-Projekt umfasst die niederländische Region Nord- und Mittel-Brabant, Ost-Brabant und die Regios Arnheim und Nimwegen. Auf deutscher Seite gehören die Kreise Viersen, Neuss, Kleve, Wesel und die Städte Krefeld, Mönchengladbach, Duisburg dazu. Mit dem Ziel, diese Region grenzübergreifend touristisch besser zu vermarkten wird das Projekt vom EU-Programm Interreg III A, der Euregio Rhein-Waal und den Wirtschaftsministerien der Niederlande und von NRW finanziert. Mit Packages wurde vor kurzem direkt in Großbritannien für Urlaub in diese Regionen geworben. Die erste Resonanz fiel mehr als zufrieden stellend aus.
