Kommentar
Die Krüge hoch! Von Karin Gabler
Mit Kind, Kegel und Brotzeitkorb in den Biergarten zu gehen, ist für echte Münchner ein Stück Lebensqualität. 1995 war diese Freude in Gefahr: Nachbarn der Waldwirtschaft in München-Großhesselohe wollten vor Gericht frühere Schlusszeiten erzwingen. „WaWi“-Wirt Sepp Krätz, seine Kollegen und rund 25.000 Biergartenrevoluzzer gingen auf die Barrikaden. Seit 1999 ist mit der „Neuen Biergartenverordnung“ nun der Freiluftgenuss bis 23 Uhr erlaubt. Bleibt den Wirten im Jubiläumsjahr also nur noch die Hoffnung auf gutes Wetter. Der Bierkonsum, der selbst im Freistaat manchmal schwächelt, hängt nämlich auch von sommerlichen Temperaturen ab, vor allem natürlich im Biergarten. (Seite 49)