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Verfolgt ein Ziel: Mit kleinen Fastfood-Theken will Karl-Friedrich Konietzky groß einsteigen Foto: Mathias Thurm

Hamburg

Die schnellsten Nudeln der Stadt

Rekordverdächtig: Im Pasta 4U werden Teigwarengerichte in 60 Sekunden al dente serviert / Planspiele über Franchising

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/7 vom 16. Februar 2008
von

HAMBURG. Der Begriff Fastfood wird bei Pasta 4U als echte Herausforderung begriffen. „Innerhalb einer Minute bekommt der Gast bei uns ein fertiges Pastagericht“, sagt Firmengründer und Inhaber Karl-Friedrich Konietzky. Ein unschlagbares Tempo, ein überschaubares, unkompliziertes Angebot und eine junge Optik sind das Markenzeichen des neuen Schnellrestaurants im Elbe Einkaufszentrum.

Kooperation mit Barilla

Möglich wurde das Konzept durch eine Kooperation mit Barilla. Von dem italienischen Teigwarenproduzenten bezieht Konietzky alle Pastasorten als TK-Ware sowie fünf verschiedene Saucen. Die vorgegarten Nudeln werden in heißem Wasser in nur 30 Sekunden al dente gekocht und anschließend in einer Pfanne mit den Saucen vermischt. Daneben bietet die Karte Minipizzen, Bruschetta, Antipasti und Dolce. Nichts muss frisch zubereitet werden, nichts verdirbt, alles wird als TK-Ware oder in haltbarer Form fix und fertig geliefert. Auf einen frischen Salat muss der Gast allerdings verzichten. Alkoholfreie Getränke stehen zur Selbstbedienung im gläsernen Kühlschrank, Kaffeespezialitäten liefert der Automat. Das Angebot an Alkoholika ist sehr übersichtlich: Ein Prosecco, ein Rosé, ein roter und ein weißer italienischer Wein stehen auf der Karte. „Auf Bier haben wir ganz bewusst verzichtet, weil es nicht zur italienischen Küche passt“, erklärt der Gastronom.

In der halbkreisförmig angeordneten Pastastation können die Köche dank der ergonomisch angeordneten Geräte schnell arbeiten. „Mit Kasse, Background und Spüler braucht man fünf Angestellte pro Schicht, um den Laden am Laufen zu halten“, sagt Konietzky. Vor dem Tresen des Schnellrestaurants, das sich übergangslos zum Einkaufszentrum hin öffnet, ist Platz für vier kleine runde Hochtische mit Barhockern. Umsatz durch möglichst kurze Verweildauer ist das Rezept. „Mit einem Anteil von rund 50 Prozent läuft auch das Außer-Haus-Geschäft sehr gut“, hat der Unternehmer festgestellt.

Für Karl-Friedrich Konietzky, der bisher als Bauträger und Investor tätig war, ist Pasta 4U der erste gastronomische Betrieb. Es soll aber nicht sein letzter bleiben. Das hoch standardisierte Konzept schreie förmlich nach Franchise, ist er überzeugt. Sein Ziel ist, in ganz Deutschland Filialen zu eröffnen. Dazu sucht er Flächen ab 50 Quadratmeter in hoch frequentierten 1a- und 1b-Lagen. Ein Franchisepartner sollte mit Einstiegskosten von 130.000 bis 200.000 Euro rechnen. Mindestens 50.000 Euro davon sollten als Eigenkapital mitgebracht werden, rät der Gastronom. Dafür bekomme er nicht nur sein fertiges Schnellrestaurant, sondern auch Unterstützung beim Business- und Investitionsplan sowie eine dreitägige Schulung.

Mathias Thurm

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