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Regional & Lokal

Drei Fragen an

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/3 vom 17. Januar 2009

1. Wie fühlen Sie sich? Enttäuscht oder vielleicht doch erleichtert, dass der Stress vorbei ist?

Von beidem etwas. Die Niederlage wäre uns wahrscheinlich leichter gefallen, wenn wir gleich zu Anfang ausgeschieden wären. So haben sich jedoch im Laufe der Zeit immer mehr Hoffnungen aufgebaut, die dann enttäuscht wurden. Gleichzeitig haben wir aber so viel gelernt, was wir in Zukunft sehr gut gebrauchen können.

2. Was zum Beispiel?

Was andere in zwei, drei Jahren machen, das haben wir in nur drei Monaten geschafft. Niemand eröffnet normalerweise in so kurzer Zeit ein Restaurant. Das war schon eine Riesenherausforderung. Wir mussten uns ja um alles selber kümmern: Planung, Einrichtung, Konzession, Bauabnahme und Personal.

3. Was war die schwierigste Situation in den sechs Wochen?

Zwei Gäste hatten wir, die uns offenbar gezielt geschickt worden waren, um uns zu verunsichern. Die waren mit nichts zufrieden. Selbst dann nicht, als wir ihnen auf ihren speziellen Wunsch hin spontan ein ganz besonderes Mineralwasser besorgt hatten. Als die dann noch anfingen, die Bilder an unseren Wänden umzuhängen, habe ich sie rausgeschmissen. Ich hab ihnen gesagt, ihr Geld könnten sie behalten, die Rechnung ginge aufs Haus.

Mathias Thurm

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