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Hessen

Drei Fragen an

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006

1. Das Niveau von Kochwettbewerben ist sehr anspruchsvoll. Ist das eine Entwicklung, die sich in den vergangenen Jahren zugetragen hat?

So ist es. Die Kochwettbewerbe sind moderner, kreativer und anspruchsvoller geworden. Die Leistungen sind heute weit entfernt von den klassischen Varianten.

2. Die Teilnehmer sind sehr gefordert. Welchen Anspruch erhebt die Jury ?

Nicht nur die Teilnehmer, auch die Jurymitglieder müssen flexibler sein. Man kann sich nicht mehr nur an klassischen Normen orientieren. Wir müssen Kreationen zulassen, die früher in Wettbewerben überhaupt kein Thema waren. So wären beispielsweise eine geschmorte Kaninchenkeule auf Schokoladensoße oder ein Zanderfilet auf Sauerkraut vor Jahren undenkbar gewesen. Das bedeutet aber auch, dass wir Juroren unsere Maßstäbe nicht an dem selbst Erlernten festmachen, sondern unseren Geschmack neutralisieren müssen für neue Menüvariationen. Wichtig ist zudem, dass die Jury kooperativ arbeitet und sich in einer intensiven Fachdiskussion austauschen sollte.

3. Die Teilnehmer machen bei Wettbewerben eine außergewöhnliche Erfahrung. Was nehmen sie mit für ihren weiteren Weg?

Für die Teilnehmer sind Kochwettbewerbe eine ganz wichtige Erfahrung. Kurzfristig sind sie eine gute Prüfungsvorbereitung und ein enormer Motivationsschub. Langfristig wird das Selbstbewusstsein gefördert. Die Jungen lernen, sich gegenseitig zu vergleichen und anzunehmen, ihren eigenen Stand zu relativieren und sich weiter zu entwickeln. Wenn es dann noch der eigene Betrieb zu schätzen und zu fördern weiß, dass der Auszubildende hierbei sehr viel Eigeninitiative mit einbringt und seine Leistung freiwillig auf den Prüfstand stellt, motiviert dies noch mehr.

Die Fragen stellte Silke Liebig-Braunholz


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