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Das etwas andere Freibad: In etwa zwölf Monaten könnte das Projekt Wirklichkeit werden Abbildung: Unternehmen

Hessen

Ein Badeschiff für Frankfurt

Zwei Frankfurter Gastronomen wollen die Schwimmtradition am Main wiederbeleben und drei Millionen Euro investieren

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/38 vom 22. September 2007
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FRANKFURT. Nach der 2006 beendeten Sanierung der beiden Ufer träumt Frankfurt jetzt wieder vom Baden im Main. Ähnlich wie in Paris oder Berlin wollen zwei Frankfurter Gastronomen knapp 3 Mio. Euro in ein Badeschiff investieren, das bei einer Genehmigung durch die Stadt in etwa zwölf Monaten fertig sein könnte.

Die Gastronomie zieht es ans Wasser. Den Anfang machten 2004 die beiden Stadtstrände der Discothek Galerie und des King Kamehameha. Im vergangenen Jahr feierte der City-Beach auf dem Parkhaus Börse seine Premiere. Für die Badesaison 2008 stehen die Chancen gut, dass in Frankfurt ein Bade-Schiff das Schwimmen am Main erlaubt.

An der Uferpromenade soll durch ein Badeschiff Am Schaumainkai ein Ort der Begegnung mit hoher Freizeitqualität geschaffen werden. Einerseits öffentliches Bad mit spektakulärem Skyline-Blick während der Badesaison, andererseits mit ganzjähriger, wetterunabhängiger Gastronomie. So stellen sich die Initiatoren Madjid Djamegari von der King Kamehameha AG und Thomas Klüber, Szenegastronom des Frankfurter Walden, ihr Projekt Badeschiff vor. Die flexible Ausrichtung mit Ganzjahresbetrieb trägt nach ihrer Meinung eine seriöse langfristige Investition.

Unverzichtbar für die Investoren ist der Blick auf die nahe Skyline und den Sonnenuntergang, den bis zu 500 Gäste auf dem Schiff genießen können. Das Schiff könne nur als Profitcenter eine Chance haben, sagte Klüber. Denn das Sommer-Schwimmbecken auf dem Schiff könne nur durch die Gewinne aus der ganzjährig betriebenen Event-Gastronomie finanziert werden.

Gastronomie ganzjährig

Die beiden Gastronomen haben bereits zugesichert, dass sie sich bei ihrem „Projekt gelebter Urbanität“ an den Eintrittspreisen der städtischen Freibäder orientieren wollen. Rund 150 Badefreudige könnten sich nach Ansicht der potenziellen Investoren auf einmal im Schwimmbereich des Schiffes tummeln.

Der Architekten-Entwurf soll – alle städtischen Genehmigungen vorausgesetzt – zentral nahe der Untermainbrücke auf der Sachsenhäuser Seite umgesetzt werden. Das Schwimmbecken wird 25 Meter lang sein. „Es wird kein Planschbecken, wo man die Füße reinhängt“, sagt Thomas Klüber. Sein Partner Majid Djamegari hat mit dem King Kamehameha Beachclub auf der Offenbacher Maininsel bereits einschlägige Erfahrung. Im Vorfeld haben sich die beiden Partner bei den Behörden informiert. Thomas Klüber gibt sich optimistisch: „Ich habe getan, was ging, jetzt warte ich entspannt, dass alles fließt.“ Und hofft: „Wir sind auf den Mond geflogen. Dann werden wir das auch noch schaffen.“

Das Baden am und im Main hat in Frankfurt eine lange Tradition. Bereits im Jahr 1800 wurde in Frankfurt das damals luxuriöseste deutsche Badeschiff in Betrieb genommen. Vor dem Zweiten Weltkrieg hatten die Frankfurter vor ihrer Haustür die damals „größte schwimmende Flussbadeanstalt Europas“. Ein Schwimmbecken am Main zog sich, von Palmen gesäumt, von der Untermainbrücke am Nizza genannten Uferstück stromabwärts. Barbara Goerlich

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