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Sie haben Trendgespür: Imke Bruns (links) und Iris Wittmann

© Heinz Feller

Rheinland-Pfalz

Ein Biotop für Genießer

Pfälzer Weinstube Petersilie: Zwei Ernährungswissenschaftlerinnen setzen sich mit Verve in der Gastronomie durch

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2009/28 vom 11. Juli 2009
 Heinz Feller

BAD DÜRKHEIM. Eine pfälzische Weinstube mit dem unverwechselbaren Namen Petersilie führen Iris Wittmann und Imke Bruns im Weinort Bad Dürkheim. Die zwei Ökotrophologinnen haben sich beim Studium der Ernährungswissenschaft in Münster kennengelernt und ihr Herz für unprätentiöse Speisen und Getränke entdeckt. Zunächst in Dirmstein und seit 2005 in Bad Dürkheim bekommen sie von ihren Gästen reichlich Bestätigung.

Die beiden Powerfrauen bieten seit nunmehr 25 Jahren durch geschickte Arbeitsteilung ihren Gästen Pfälzer Speisen und Getränke von ausgezeichneter Qualität – Imke Bruns in der Küche, Iris Wittmann im Service. Ergänzt wird ihr Standardangebot durch Gerichte, die sich an Jahreszeit und Marktangebot orientiert. Auch bei der Weinauswahl bereichern wechselnde Monatsweine das Sortiment. Mit zwei Mitarbeitern führen sie das Restaurant mit seinen 38 Plätzen, die Terrasse bietet weitere 28 Plätze. Ein Hauptgericht kostet 10,90 bis 18,90 Euro.

Abwechslung auf der Karte

Die Stammgäste bilden eine große Petersilie-Fan-Familie, die genau weiß, wann Spargelzeit ist, wann Pilze aus dem Pfälzerwald kommen oder ab wann hier die größten Martinsgänse gebrutzelt werden. Und wann Imke Bruns aus Oldenburg zurück ist und ihren geliebten Grünkohl vom elterlichen Bauernhof mit im Reisegepäck hat. Die Weinstube Petersilie nimmt sicher nicht für sich in Anspruch, eine besondere Kultur- oder Feinschmeckeroase zu sein. „Die Zugehörigkeit zur Feinschmeckerszene streben wir erst gar nicht an, obgleich Imke es locker drauf hätte“, sagt Iris Wittmann: „Unsere Weinstube ist ein Pfälzer Biotop und trägt zur Ausgewogenheit der kulinarischen und gesellschaftlichen Szene Bad Dürkheims bei.“

Das Geschäft laufe gut, von Rezession merke man wenig. „Hier isst und trinkt man klassenlos gut, und überdies zu Preisen, bei denen die Goldcard meiner Gäste ruhig in der Brieftasche bleiben darf.“ Wer glaubt, ihm werde bei Pfälzer Grumbeersuppe mit Saumagentalern, Dampfnudeln und Weinsoße oder Pellkartoffeln mit Lewwerworscht (Leberwurst), Gewürzgurken und Senf kulinarisch zu wenig Kennertum abgefordert, der hält sich an die große Schiefertafel, auf der drei wechselnde Tagesempfehlungen auflistet sind, die sich meist zu den romanischen Nachbarn hin orientieren. Da kann sich der Gast beispielsweise bei Spinattortellini mit Gorgonzolarahm wie in der Emilia Romagna fühlen.

Wer Iris Wittmann über Gastronomie, aktuelle kulinarische Trends oder über ihre Leidenschaft für regionale Produkte sprechen hört, lernt eine inspirierende Visionärin kennen. Ein Rezept für Pfälzer Saumagen, das ihr beim Grand Prix Européen in Paris von der Bruderschaft „Confrérie des Chevaliers du Goûte-Andoille“ den Siegerpokal einbrachte. Ihr jüngstes ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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heißt Traubona: eine alkoholfreie „Schorle für Gourmets“, die Süße und Frucht der reifen Traube vereint.

Eigene Schorle kreiert

Würziger Traubensaft der bukettreichen Scheurebe – direkt vom Winzer –, reines Quellwasser und Limonen-Essenz aus Spanien in einem sorgsam ausgetüftelten Mischungsverhältnis bilden die Grundlage. Kohlensäure sorgt für zartes Prickeln. „Die Assoziation an Champagner oder Sekt ist gewollt und gewünscht, das macht Traubona in der Gastronomie vielseitig einsetzbar, als Aperitif, als Mix- oder Erfrischungsgetränk, sogar zum Kindergeburtstag“, so Wittmann. Die erste Abfüllung von 3000 Flaschen steht an, der PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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der 0,5-Liter-Flasche wird um die 1,20 Euro liegen. „Der authentische Geschmack und das Aroma ist der Kern“, sagt Wittmann, „das möchte ich nicht nur meinen Gästen schmecken lassen, sondern, wenn der VertriebBetriebswirtschaftliche Funktion im Sinne von Absatz.
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klappt, das Produkt in ganz Deutschland vermarkten.“ Heinz Feller

weinstube-petersilie@t-online.de


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