Berlin
Ein Kochkurs geht sogar aufs Wasser
Prominenter deutscher Gastkoch beim 3. Davidoff Gourmet Festival in der Bundeshauptstadt wird Eckart Witzigmann sein. Er kocht im „Lorenz Adlon“ zusammen mit Küchenchef Karlheinz Hauser, einem Schüler von ihm.
Foto: Agentur Loerke-Ruffin
BERLIN (blu). „Weil wir in diesen Tagen fast nur über Storni sprechen und schreiben, wollen wir uns mal wieder etwas Schönem widmen.“ Mit diesen Worten leitete Karl Stiehle in seiner Eigenschaft als Präsident des Davidoff Gourmet Festivals Berlin die Pressekonferenz im Vorfeld des hauptstädtischen Events ein.
Erfreulicherweise ist die Nachfrage nach Karten für eine oder mehrere Veranstaltungen während des 3. Davidoff Gourmet Festivals vom 10. bis 17. November in neun Top-Hotels bzw. Restaurants ungebrochen. So ist zum Beispiel längst ausverkauft die Mercedes-Benz Gourmet Safari am 12. November. Offensichtlich wollen die Leute sich für ein paar Stunden mit schönen Dingen des Lebens ablenken vom Tagesgeschehen. Reto Gaudenzi, der Spiritus Rector des Berliner Festivals, unterstrich daher noch einmal, dass das kulinarische Highlight in der Hauptstadt wie geplant stattfinden wird. Es sei schließlich eine „Kooperation der Berliner Gastronomie“. Und die erfährt in diesem dritten Jahr neue Akzente: zum einen infolge der beiden Newcomer Hotel Four Seasons und Restaurant Margaux, zum anderen durch neu ins Programm aufgenommene Special Events.
Solche sind zum Beispiel ein 3-Sterne-Kochkurs auf See, vorgesehen für den 14. November vom Küchenchef des Inter-Conti-Restaurants „Zum Hugenotten“, Thomas Kammeier, gemeinsam mit seinem 2-Sterne-Gastkoch Alain Llorca aus Frankreich. Auf der eleganten „Sanssouci“ der Stern und Kreisschifffahrt Berlin kann den Meisterköchen in die Pfannen und Töpfe gesehen und sogar assistiert werden. Der Chef der Marlene Bar Jörg Wiesner wird mit seinem Team zwischendurch eine kleine Mixer-Schule veranstalten.
Spannung und Unterhaltung verspricht auch am 15. November der Themenabend „Rock n Roll Smrrebrd“ im Restaurant „Vau“. Der dänische Gastkoch, den Kolja Kleeberg Anfang dieses Jahres kennen lernte und von ihm wegen dessen philosophischer Betrachtungsweise (Köche sind Priester und Missionare des modernen Lebens) begeistert war, will in Berlin moderne Kochkunst mit der Tradition Dänemarks präsentieren. Das „Margaux“ indes zelebriert am
12. November ein Wine-Makers Dinner, kreiert vom Küchenchef Michael Hoffmann zusammen mit Gastkoch George Morrone aus San Francisco/USA, Träger des Robert Mondavi Culinary Award of Excellence.
Was immer es auch ist, jedes Event ist ein glanzvoller Höhepunkt und symbolisiert „good life“. Davidoff Vice President Raymond Scheurer erläutert, was er unter dem Begriff versteht: positiv sein. Und weil Menschen aus aller Welt sich an der Spree ein Stelldichein geben werden, jedoch oftmals eine andere Sprache sprechen als die Gastgeber, hat der Manager eine einfache Formel parat: „Über Genuss zu sprechen bedarf nicht vieler Worte, sondern der Sinne. Und da gibt es keine Verständigungsprobleme.“ Bleibt nur zu hoffen, dass alle geladenen Gastköche einschließlich ihrer Kollegen auch planmäßig einfliegen! Gerade erst ist erneut mit Davidoff und der St. Moritz Consulting ein neuer 3-Jahres-Vertrag geschlossen worden. Im Februar 2002 zieht das Festival weiter nach Österreich, u.a. mit Berliner Köchen.