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Eine Galaxie des guten Geschmacks

36 Michelin-Sterne leuchten aktuell über Norddeutschland / Hamburg stellt seine Gourmet-Klasse unter Beweis / Kulinarisches Schlusslicht ist und bleibt Bremen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006

KIEL/HANNOVER. Wer wird belohnt, wer abgestraft? Mit seinem Erscheinen hat das Rätselraten abrupt ein Ende: Im aktuellen Michelin-Führer 2007 liegen Freud und Leid wieder dicht beieinander. Gut abgeschnitten hat dabei erneut der Norden. Von den insgesamt 22 neu vergebenen Sternen strahlen jetzt fünf am nördlichen Gourmethimmel.

Große Freude im niedersächsischen Osnabrück, wo Küchenchef Thomas Bühner dem „La Vie“ sogar zwei Sterne erkocht hat.

Ein neuer Stern ging nach Hamburg, und zwar zum „Le Canard nouveau“, in dem Ali Güngörmüs inzwischen erfolgreich die Nachfolge von Josef Viehhauser angetreten hat.

In Schleswig-Holstein gewährten die Tester Dirk Luther, der vom „Töpferhaus“ in Alt Duvenstedt zur „Meierei“, Glücksburg, gewechselt hat, sofort wieder einen Stern. Und stolz ist man im Grand SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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Resort A-Rosa Travemünde auf Torsten Voigt, Küchenchef im Restaurant Buddenbrooks, der sich nun ebenfalls mit einem Stern schmücken darf. Außerdem wurde die „Weinwirtschaft“ unter der Leitung von Bastian Warnecke mit dem „Bib Gourmand“ für seine gute Küche ausgezeichnet. „Wir freuen uns sehr über die Bestätigung unserer Arbeit von anerkannter Seite schon nach einem Jahr“, freut sich denn auch Hoteldirektor Frank Nagel. Seinen Stern gestrichen hat der Michelin jedoch Andresen’s GasthofBeherbergungsbetrieb, der einem Schank- oder Speisebetrieb angeschlossen ist.
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in Bargum.

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, so glänzen über Niedersachsen die meisten Sterne Norddeutschlands, und zwar zusammen dreizehn: „La Vie“, Osnabrück (Thomas Bühner) und „Aqua“, Wolfsburg (Sven Elverfeld), je zwei Sterne, sowie die 1-Sterne-Restaurants Schlosshotel Münchhausen, Aerzen (Achim Schwekendiek); Endtenfang, Celle (Hans Sobotka); Sterneck, Cuxhaven (Markus Kebschull); Landhaus Götker, Lembruch (Friedrich Eickhoff); Zum Heidkrug, Lüneburg (Michael Röhm); La Forge, Bad Nenndorf (Ernst-August Gehrke); Pades Restaurant, Verden (Wolfgang Pade); Ludwig im Park-La Fontaine, Wolfsburg (Hartmut Leimeister); Apicius, Bad Zwischenahn (Helmut Bittlingmaier).

Mit elf Sternen stellt Hamburg seine Gourmet-Klasse unter Beweis, während es der Erzrivale München zur Freude der Hanseaten gerade mal auf sieben Sterne bringt.

Die Restaurants der Elbmetropole (jeweils ein Stern): Abtei (Jochen Kempf); Das kleine Rote (Gunnar Hinz); Haerlin (Christoph Rüffer); Landhaus Scherrer (Heinz Wehmann); Le Canard nouveau (Ali Güngörmüs); Jacobs Restaurant (Thomas Martin); Piment (Wahabi Nouri); Poletto (Cornelia Poletto); Sgroi (Anna Sgroi); Süllberg-Seven Seas (Karlheinz Hauser) und Tafelhaus (Robert Wullkopf).

Ebenfalls elf Sterne kann Schleswig-Holstein aufweisen, das sich in den vergangenen Jahren einen vorderen Platz unter den Bundesländern mit einer hervorragenden Küche erobert hat. Das beweisen immer wieder kulinarische Veranstaltungen wie das jedes Jahr durchgeführte Schleswig-Holstein Gourmet-Festival, das Feinschmecker aus allen Teilen Deutschlands und den Nachbarländern anzieht.

Mit zwei Sternen hat der Sylter „Dorint Sofitel Söl’ring Hof“ (Küchenchef Johannes King) die Nase vorn. Gefolgt von den 1-Sterne-Restaurants Meierei, Glücksburg (Dirk Luther); Eucken; Husum (André Stolle); A-Rosa-Buddenbrooks, Lübeck-Travemünde (Torsten Voigt); Wullenwever, Lübeck (Roy Petermann); Töpferhaus, Alt Duvenstedt (Götz Rothacker); Bodendorf’s, Sylt (Holger Bodendorf); Restaurant Fährhaus, Sylt (Alexandro Pape); Jörg Müller, Sylt (Jörg Müller); Orangerie, Timmendorfer Strand (Lutz Niemann).

Nach wie vor kulinarisches Schlusslicht im deutschen Norden ist die Hansestadt Bremen. Hier hat das „L’Orchidée“ im Bremer Ratskeller (Küchenchef Arnd Feye) seinen Stern erfolgreich verteidigt. Damit ist das Gourmet-Restaurant seit einigen Jahren das einzige in der Hansestadt, dem die kritischen Tester einen Stern zuerkennen. Wenigstens konnte das „a point“ noch die Michelin-Auszeichnung „Bib Gourmand“ erkochen. Mehr ging aber nicht. Schade.

Heinz-Joachim Zinke


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