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Sorgen für frischen Wind: (von rechts) Tim Biedler, Frans Ijben, Hans Brümmer, Kurt Friedl, Nicole Jungeblut und Ingeborg Hanusz

© Brigitte Arms

Schleswig-Holstein

Eine Legende kehrt zurück

Fissauer Fährhaus ist wieder geöffnet / Bald stehen Boote mit Solarantrieb zur Verfügung

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/24 vom 14. Juni 2008
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Eutin-Fissau. Ende 2007 hatte Dieter Loose, seit 1961 Besitzer des Traditionsrestaurants Fissauer Fährhaus, den Schlüssel endgültig herumgedreht. „Ich bin mittlerweile 71 Jahre alt und nun ist es genug. Ich möchte auch noch etwas anders tun“, sagte er der AHGZ. Doch jetzt geht es mit dem traumhaft am Kellersee gelegenen Kleinod weiter. Unlängst öffnete der neue Betreiber, Tim Biedler, höchstselbst wieder die Pforten.

Und die Stammgäste gaben sich die Klinke in die Hand. „Manche hatten Tränen in den Augen“, sagte Tim Biedler voller Respekt, der seine Entscheidung, das Haus zu übernehmen mehrfach bestätigt fand. Es wird sich einiges ändern, aber langsam, Schritt für Schritt. Die Inneneinrichtung gehört dazu, das nostalgische Geschirr und auch die Speisekarte wird nach und nach umgestellt.

An Ideen fehlt es nicht

Deutsche Premiumküche zu erschwinglichen Preisen, lautet das Credo. „Dabei wollen wir soweit es geht, mit heimischen Erzeugern zusammenarbeiten“, erläutert Tim Biedler. Unterstützt wird er bei seinen vielen Aktivitäten von einigen Angestellten, die schon vorher im Fährhaus tätig waren. „Hans und Frans“ gehören dazu. Dahinter verbergen sich Hans Brümmer, der Küchenchef, und Frans Ijben, gebürtiger Niederländer, wie an der ungewöhnlichen Schreibweise seines Namens zu erkennen ist, und zuständig für den Restaurantbetrieb. Der neue Besitzer ist dagegen nicht so ganz vom Fach. Zwar ist er in Hamburg-Oevelgönne Betreiber der Strandbar, handelt aber auch mit Backwaren, einem speziellen Gastronomie-Eis und ist an einer Software-FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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beteiligt. 34 Jahre jung, hat er eine Fülle von neuen Ideen und an das Fährhaus kam er eher zufällig. „Bei einem Spaziergang am Kellersee habe ich das Angebot in einem Schaukasten gesehen“, erzählt er. Er kennt die Erzählungen von Gästen wie Peter Frankenfeld, Anneliese Rothenberger oder Hans-Dietrich Genscher. Tim Biedler hofft, dass auch in Zukunft wieder einige, die Rang und Namen haben, den Weg an den Kellersee finden werden.

Hauptsächlich soll es aber ein Treffpunkt für alle werden, die den grandiosen Blick und die ausgesuchte Gastfreundlichkeit genießen wollen. „Wer die Gegend erkunden möchte, für den wird es einen Verleih von Fahrrädern mit Elektroantrieb geben“, erzählt er ein wenig von den neuen Ideen neben der Gastronomie, „und wenn alle Genehmigungen erteilt werden, auch Boote mit Solarantrieb.“ An Ideen fehlt es eben nicht. Brigitte Arms


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