Bayern
Erster Platz nach schwerem Jahr
NÜRNBERG. Der Schindlerhof in Nürnberg zählt zu den besten Arbeitgebern in Deutschland. In der Kategorie der Kleinunternehmen schaffte es das Hotel auf Rang 12 der hundert besten Arbeitgeber, in der Hotellerie landete es sogar auf Platz eins. Einen Sonderpreis erhielt das Hotel außerdem für „Lebenslanges Lernen“. Die Auszeichnungen vergaben das Forschungsinstitut psychonomics und das Great Place to Work Institute in Berlin. Partner der Aktion ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Für Klaus Kobjoll, Geschäftsführer des Hotels Schindlerhofs, könnte diese Auszeichnung ein kleiner Ausgleich für die Geschäfte im Jahr 2007 sein.
„Das vergangene Jahr war für uns nicht einfach“, betont Kobjoll. An die guten Ergebnisse des Jahres der Fußballweltmeisterschaft kam der Schindlerhof in 2007 nicht mehr heran. Einen Bruttoumsatz von 6,33 Mio. Euro konnte Kobjoll verzeichnen. Im Jahr 2006 waren es noch 6,4 Mio. Euro gewesen. Mehr Grund zur Freude: Die Hotelkapazität lag 2007 bei 66 Prozent, die Auslastung der Gastronomie bei 80 Prozent und der Tagungsbereich war mit 73 Prozent belegt.
Klaus Kobjoll, der die Geschäfte gemeinsam mit seiner Ehefrau Renate und Tochter Nicole führt, plant dennoch Investitionen und möchte sein Hotel erweitern. „Wir haben das Nachbargrundstück mit mehreren Gebäuden dazu gekauft“, sagt Kobjoll. „Wir wollen unser Hoteldorf vergrößern und erhoffen uns davon Zuwachsraten.“ Nicole Kobjoll ist mit rund 51 Prozent am Familienunternehmen beteiligt und soll den Betrieb im Jahr 2009 übernehmen. Zum Schindlerhof gehören 95 Zimmer, acht Tagungsräume und drei à la carte-Restaurants. sr