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Das Bestentrio des 16. regionalen Rewe-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg mit dem Zweitplatzierten Mirko Ridders, Siegerin Melanie Schobert und dem Drittplatzierten Raimund Heuser (v.l.)

© Schlag

Berlin

Erstmals eine Frau auf der Siegertreppe

Motivierter Köchenachwuchs beim Rewe-Regionalentscheid / Hilton-Teilnehmer dieses Jahr auf Platz zwei

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/49 vom 10. Dezember 2005
 Marion Schlag

BERLIN Zum ersten Mal hat eine Frau beim Rewe-Wettbewerb in Berlin gewonnen. Mit einem Punkt Vorsprung konnte sich Melanie Schobert aus dem Hotel Berliner Ring in Rangsdorf beim 16. Nachwuchswettbewerb für Kochazubis aus dem 2. und 3. Lehrjahr gegen ihre überwiegend männliche Konkurrenz
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durchsetzten.

Damit wurde zudem die bisher übliche Siegesserie der Teilnehmer aus dem Hotel Hilton Berlin unterbrochen. Dennoch kein Grund zur Panik für Erfolgstrainerin Thea Nothnagel: Platz zwei belegte ihr Schützling Mirko Ridders. Er qualifizierte sich gemeinsam mit seiner Brandenburger Kollegin für die Finalrunde des Rewe-Deutschland-Pokals am 21. und 22. April 2006 im Kurfürstlichen Schloss zu Mainz. Raimund Heuser vom Berliner Luxushotel Adlon erkochte sich den dritten Platz.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr belegten sowohl die hohe Bewerberzahl als auch das von allen 18 angetretenen Teilnehmern durchgängig unter Beweis gestellte hohe Leistungsniveau das große Interesse der Kochazubis aus Berlin und Brandenburg, mit Können und Kreativität künftig Berufskarriere zu machen.

Die Prüfungsaufgabe, die der Rewe-Großverbraucherservice als Veranstalter traditionell für die Zubereitung kalter Platten vorgab, stand in diesem Jahr unter dem kulinarischen Thema „Heimisches Wild“. Für die Herstellung einer Schauplatte eigener Konzeption hatte der engagierte Kochnachwuchs insgesamt acht Stunden Zeit, verteilt auf zwei Wettbewerbstage. Ein anspruchsvolles Unterfangen, das ein Höchstmaß an handwerklichen Fertigkeiten, gepaart mit Eigeninitiative und ausgeprägten ästhetischen Fähigkeiten erforderte. Dabei mussten die Hauptkomponenten mit mehr als 60 Prozent in Verarbeitung und Kalkulation erkennbar sein und der Warenwert durfte 40 Euro nicht überschreiten. Das gesamte Material war im Rohzustand mitzubringen und außer Jus und Aspik hatten die Kandidaten alle Detailarbeiten vor Ort selbst zu erledigen. Wegen der optimalen Arbeitsmöglichkeiten fand die Veranstaltung zum siebten Mal in der Berliner Brillat-Savarin-Schule statt.

Die unabhängige Fachjury aus acht Küchenmeistern und versierten Berufsschullehrern sowie Wanderjuror Siegfried Schaber, bewertete die erstellten Plattenkunstwerke nach festgelegten Kriterien.

Wertvolle Punkte gab es beispielsweise für Materialbedarf, Mengenberechnung, Arbeitstechnik, Mise en Place, Sauberkeit und Hygiene ebenso wie für praxisgerechte Anrichte, Gesamteindruck und Wirtschaftlichkeit der Rohstoffverwendung. Benotet wurden zudem Schwierigkeitsgrad und Arbeitsaufwand. 20 Prozent der Punkte entfielen auf den Prüfungsabschnitt „Degustation“. Dieser sollte laut Siegfried Schaber im Zeitalter von Fastfood und Convenience-Produkten künftig stärker auch in der Branchenausbildung geschult werden.

Vor der mit Spannung erwarteten Siegerehrung bezeichnete Rewe-Betriebsleiter Ingo Bilevic die Förderung des Kochnachwuchses als bewährte Unternehmenstradition und dankte allen Mitwirkenden aus den Berufsschulen, Ausbildungsbetrieben und den fünf regionalen Köchevereinen für deren aktive Wettbewerbsunterstützung.

Dem olympischen Gedanken gemäß wurde das Gros der Kandidaten auf Platz vier gesetzt und mit einer Urkunde sowie einem wertvollen Fachbuch ausgezeichnet. Das Siegertrio erhielt zusätzlich Geldpreise von 300, 200 und 100 Euro.

Der Kochberuf liegt derzeit vor allem bei den Berliner Jugendlichen im Trend. Mit dem gerade begonnenen Ausbildungsjahr 2005 nahmen 2156 Schulabgänger, 10 Prozent mehr als 2004, eine Lehre in rund 1100 gastgewerblichen Dienstleistungsbetrieben auf. Dabei stand der Beruf Koch/Köchin mit 719 Ausbildungsverträgen ganz oben auf der Hitliste, gefolgt von zirka 600 Hotelfachleuten und 423 Restaurantfachleuten.


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