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Staunen über Kräutermix: (von links) Kochkunstvereinsvorsitzender Torsten Grahl, Kräuterkönigin Undine Myja und der Leipziger DEHOGA-Geschäftsführer Holm Retsch Foto Marlis Heinz

Sachsen

Erzeuger treffen Wirte

Produkt- und Kooperationsbörse: Regionalität auf dem Teller verlangt faire Partnerschaft

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/23 vom 7. Juni 2008
von

OSCHATZ. „Noch vor zehn Jahren gehörte es zum Alltag, dass ein Küchenchef bei nur einem oder zwei Lieferanten bestellte, was er brauchte“, sagt Torsten Grahl, Vorsitzender des Internationalen Kochkunstvereins zu Leipzig. Das hat sich geändert. Der Gast sucht das Regionale und sogar die Konzerne erwarten von ihren Küchenchefs zunehmend regionale Produkte. Die notwendige Zeit zum Einkaufen haben die Köche aber nicht – ein Problem.

Nützliche Netzwerke

Eine Lösung bieten Netzwerke. Diese konnten bei der dritten ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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- und Kooperationsbörse der regionalen Ernährungswirtschaft Westsachsens in der Stadthalle Oschatz geknüpft werden.

Die Veranstaltung fand am Vormittag reichlich, am Nachmittag eher spärlich Resonanz bei den Damen und Herren in Weiß. Unterstützung boten unter anderem der DEHOGA
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Sachsen und der Kochkunstverein Leipzig. Die Angebote der Aussteller wanderten nicht nur häppchenweise auf die Zungen der Besucher, sondern auch in die Töpfe und Pfannen der eigens aufgebauten Küche. Mike Schneider (Restaurant Graf Zeppelin, Hotel im Sachsenpark Leipzig) und Rocco Röder (Gaumenfreude Eventkochschule, Hotel Kloster Nimbschen Grimma) kochten zum Beispiel mit Wein, Fleisch, Spargel und Pilzen aus der Region.

Regionalität aus der Perspektive des Küchenchefs beleuchtete die Gesprächsrunde, die Holm Retsch, GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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des DEHOGA-Regionalverbandes Leipzig moderierte. Natürlich ging es da nicht nur um den Konsens, dass Regionalität auf dem Teller zunehmend gefragt sei, auch Probleme wurden angesprochen: „Regionale Anbieter kommen kaum ins Haus, um ihre Produkte anzubieten und sie liefern dann auch nicht, sondern erwarten, dass man die Ware bei ihnen abholt. Wenn ich also ein konsequent regionales Frühstückbuffet bieten will, ist der AufwandDer Einsatz oder die zu erbringende Leistung, um einen bestimmten Nutzen zu erzielen .
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erheblich“, umriss Heiko Wenzel von Wenzels Hof Zwetau die Problematik.

Ein Tipp aus dem Publikum verwies in diesem Zusammenhang auf Erzeugerzusammenschlüsse (EZZ). Klaus Margis, der wenige Tage nach der Veranstaltung in Leipzig seine „Sächsische Weinwirtschaft Annenhof“ eröffnete und dort ausschließlich regionale Produkte anbieten will, hat gute Erfahrungen mit solchen EZZ. Er plädierte aber für eine faire Partnerschaft: „Ich kann dann nicht immer nur die Lende wollen, sondern muss auch mal Gulasch auf die Karte setzen.“

Mehr Regionales

Mit rund 200 Fachbesuchern und 25 ausstellenden Unternehmen war die Veranstaltung natürlich ein Winzling unter den Gastro-Messen, aber die Mehrzahl der Teilnehmer war zufrieden. „Wir wollen Regionalität auf der Speisekarte ausbauen und konnten dabei nützliche Gespräche führen“, so Sabine Heilmann, Managerin des Landhotels Zur Mühle in der Dahlener Heide.

Wie es weitergeht mit der regionalen Kooperationsbörse steht noch nicht gänzlich fest. Auf jeden Fall wird es eine Nachfolgeveranstaltung geben. Vermutlich nicht zufällig war auch Ulrike Lange, Projektdirektorin der Leipziger MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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und dort unter anderem für die Gäste verantwortlich, Gast der Veranstaltung und mit den Organisatoren im Gespräch. Lange: „Wir wollen den regionalen Fokus der Messe noch ausbauen.“ Marlis Heinz


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