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In kleinen Schritten zum Erfolg: Stefan Vogt und Anna Duci in ihrem Landgasthof Engel in Gutach

Joachim Siegel

Baden-Württemberg

Existenzgründer mit Umsicht

Die neuen Pächter haben den Engel in wirtschaftlich sichere Bahnen gebracht

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2007/28 vom 14. Juli 2007
von

GUTACH. Gut geplant ist halb gewonnen. Auf diese einprägsame Formel lässt sich ein Teil des Erfolgsrezeptes von Stefan Vogt bringen. Der 32-jährige Küchenmeister übernahm im Heimatdorf des Schwarzwälder Bollenhutes vor einem Jahr das Gasthaus Engel. 200 Jahre nach dessen erster urkundlichen Erwähnung als „Gassenwirtschaft“ liegt der Engel des Jahres 2007 voll in der Erfolgsspur.

Stefan Vogt hat sich bei seiner Existenzgründung genügend Zeit gelassen. Für die Suche nach einem geeigneten Objekt schlug der Diplom-Betriebswirt (Handel) und Küchenmeister mit Auszeichnung ein Jahr lang viele Objekte aus. Gut beraten von Experten der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Akademie aus Bad Überkingen, entschied sich Vogt für den Engel in der Nähe des Freilichtmuseums Vogtsbauernhöfe. „Ich habe stets gut geplant und vorausschauend gedacht“, sagt er zusammenfassend zu dieser Phase.

Es käme sehr darauf an, zunächst bei den Investitionen behutsam zu Werke zu gehen und das Geld gezielt auszugeben. So habe er sicher davon profitiert, das Restaurant nahtlos weiterführen zu können. Das bedächtige Vorgehen beim Investieren bietet laut Stefan Vogt einen weiteren Vorteil. Denn: „Ich kann regelmäßig nachschieben und meine Gäste immer wieder mit Neuerungen überraschen“, sagt der Jungunternehmer.

Stefan Vogt, der den Landgasthof Engel gemeinsam mit seiner Partnerin, der Restaurantfachfrau Anna Duci, bewirtet, ging im weiteren Verlauf sehr geschickt vor. In dem 1700-Einwohner-Ort Gutach bemühte er sich gleich um gute Kontakte zu Vereinen und Honoratioren. So erhielt er die Gelegenheit, das Konzept seines Gasthauses dem versammelten Gemeinderat vorzutragen. „Ich habe immer Präsenz gezeigt und mich sofort in die Dorfgemeinschaft einzugliedern versucht.“ Schließlich könne er mit seiner gehobenen regionalen Küche nur überleben, wenn er zwei Gästekreise gewinnt: die Touristen und Zufallsgäste auf der einen und die einheimischen Gäste auf der anderen Seite. Generell hat der Engel-Wirt „Pärchen und Familien mit einem gewissen Empfinden für qualitätvolles Speisen“ als ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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ins Visier genommen. Für seine Gäste hat er eine zum Teil täglich wechselnde Karte erarbeitet, die neben den günstigen „Tageshits“ eine frische regionale Küche zu vernünftigen Preisen bietet.

So finden sich auf der Karte das Filetsteak Strindberg ebenso wie Hecht-klößchen und preiswerte Aktionen für Familien, wie der Spaghetti-Plausch zu einem Pauschalpreis.

Unterstützung bekommen die Jungunternehmer auch von der Familie. Stefans Vater, Küchenmeister und Hotelfachschullehrer Josef Vogt und Anna Ducis Mutter aus Italien sind immer zur Stelle, wenn Not an Mann oder der Frau ist. So bleiben die Personalkostenderen Arbeitskraft in einem Unternehmen entstandene Aufwendungen.
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in schwächeren Zeiten überschaubar. Joachim Siegel

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