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Noch haben nicht alle Zimmer dieses Design– so aber entspricht es genau den Vorstellungen von Sandra Burmeister. Foto: Rößling

Berlin

Farben und Formen spielen im Casa Hotel die Hauptrolle

Mit einem Millionenaufwand wurde das ehemalige Hotel Ahorn zum Design-Hotel umgestaltet

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/21 vom 28. Mai 2005

BERLIN Das Hotel Ahorn gibt es nicht mehr. Vor mehr als einem Jahr waren die Mietverträge ausgelaufen. Nun hat im Februar an diesem Ort – nahe dem Kurfürstendamm – das Casa Hotel eröffnet. Inhaberin ist Sandra Burmeister, eine Warnemünderin, die einst im Ostberliner Palasthotel in den Wendejahren eine Ausbildung zur Restaurantfachfrau absolvierte. Die diplomierte Betriebswirtin und Kauffrau ließ das 29-Zimmer-Hotel in nicht einmal einem Jahr erneuern und stattete es völlig neu aus – bei einem Investitionsvolumen von knapp einer Million Euro. Wände wurden heraus genommen beziehungsweise versetzt, die Sanitärstränge und die Bäder – egal ob mit Wanne oder Dusche – komplett erneuert. Und auch neue Technik zog ein, wie WLAN und Satelliten-Fernsehen in Gestalt moderner, hin- und her schwenkbarer Flachbildschirme. Die mobilen Telefone können auch außerhalb des Zimmers genutzt werden. So bleibt der Geschäftsreisende auch mit der Welt verbunden, so er im modernen, lichten Frühstücksrestaurant sich auf die Tagesaufgaben vorbereitet oder zu abendlicher Stunde in der eleganten Lounge oder an der ebenso eleganten kleinen Bar.

Noch ist das Hotel nicht ganz fertig. Die Haartrockner in den Bädern müssen noch angebracht werden, ebenso die Schminkspiegel. In manchen Bädern fehlen noch die Ablagen.

In den Schränken werden noch Zimmersafes installiert. Auch die Ausstattung mit schmückenden Elementen, Bildern zum Beispiel, steckt noch in den Anfängen. Die 29 Zimmer übrigens sind auf vier Etagen verteilt. Das Haus, Ende der 60-er Jahre erbaut, beherbergte es von Anfang an ein Hotel in typischer Berliner Manier: Zur Rezeption muss man in das erste Obergeschoss. Daran hat sich nichts geändert. Doch statt des an solchen Orten oft vermuteten Plüschs findet man einen lichten Traum von Design vor. Hier befinden sich Empfang, Lobby-Lounge und -Bar, Frühstücksrestaurant und auch vier Gästezimmer.

Design wird groß geschrieben – von der Formgebung ebenso her wie von der farblichen Gestaltung. Dafür stehen nicht nur die beiden bunten italienischen Moroso Sessel in der Lobby, sondern auch die Stühle aus Acryl des Acrylspezialisten Kartell (nach Entwürfen von Philip Starck) im Frühstücksrestaurant und in den Gästezimmern.

Die Auslastung des kleinen Hotels liegt zur Zeit bei rund 20 Prozent. „Allerdings, so Sandra Burmeister, haben wir (sie und ihr zur Zeit 7-köpfiges Team) noch gar nichts für die Werbung getan.“

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