Tourismus
Ferienparkanlage Greetland in der Warteschleife
von Stefan Erdmann
GREETSIEL. Im November wird der Rat der Gemeinde Krummhörn die Weichen stellen, ob vor den Toren des Fischerortes Greetsiel die Ferienparkanlage Greetland gebaut werden kann. Auf einer Fläche von 83.000 Quadratmetern sollen insgesamt 110 Häuser und 67 Apartments entstehen. Ebenso sind ein 4-Sterne-Hotel, ein Schwimmbad, Schank- und Speisewirtschaften, eine historisch nachempfundene Wasserburg und eine Tiefgarage geplant.
Etwa 80 Mio. Euro will die Nordseeferienpark Greetsiel Grundbesitz GmbH hier investieren, wofür sie Fördermittel der öffentlichen Hand von 30 Mio. Euro bekäme. Die Wohneinheiten sollen verkauft werden, aber der Vermietung an Feriengäste zur Verfügung stehen.
Im Planungsausschuss der Gemeinde kam es im Oktober zu einer Mehrheit, aber es gibt auch Gegenstimmen, die sich mit dem Projekt nicht anfreunden können. Kommunalpolitiker Henning Paulsen-Jakobs vermutet hinter der Planung eine entstehende Seniorenwohnanlage und nennt das Projekt eine „Geldvernichtungsmaschine" nach dem Beispiel Tossens in der Gemeinde Budjadingen. Rund 4500 Gästebetten gibt es in Greetsiel, dem touristischen Zugpferd der überwiegend ländlich geprägten Gemeinde Krummhörn. Weitere 1000 Betten würden nicht mehr Gäste bringen, sondern die Suppe würde für alle Vermieter nur dünner, so die Befürchtung vieler Bürger. Seit der Vorstellung der Pläne im Mai brodelt es in dem sonst so beschaulichen Küstenort.
Der Fremdenverkehrsverein Greetsiel führt im Sommer gemeinsam mit der Touristik GmbH Krummhörn-Greetsiel eine Befragung von 126 Vermietern und Gewerbetreibenden durch. Viele sprachen sich gegen den Bau von „Greetland" aus und gingen sogar noch weiter: Es müsse ein genereller Baustop für das gesamte Fischerdorf her. Andere Dinge zur Förderung des Tourismus wären notwendiger, wie öffentliche Toiletten, ein Kino, Drogerie und Tanzveranstaltungen.
Die zukünftigen Betreiber sehen diese Problematik nicht, wie der Investorenvertreter Klaus Freund auf der Sitzung des Planungsausschusses ausführte. Die Ferieneinheiten in der Parkanlage würden ein höherwertiges Preisniveau erhalten, was sich um etwa 68 Prozent über dem ortsüblichen Preisgefüge bewegen werde. Auch Greetsiels Ortsvorsteher Alfred Jacobsen nannte den Ferienpark einen Auslöser für künftige Aufgaben im Tourismusbereich und freute sich zugleich, dass der Investor einen Stellenplan mit 91 Arbeitsplätzen für das Projekt vorgelegt hätte.



Carsten Nowak Greetsiel
13.01.2011 um 12:39
Betreff: Info Veranstaltung zum Park
Das Erschreckende hier in Greetsiel ist, dass die Mehrheit der Gegner gar nicht in Greetsiel wohnen. In erster Linie sollte es doch einen Fortschritt für die Strukturschwache Region geben. Der Tourismus ist ein großer Faktor hier. Problem der Tagestourismus und Stundentourismus nimmt sehr stark zu, nur die Langzeitgäste werden weniger. Man sollte es aus einer anderen Sicht auch betrachten. Am 03.02.2011 lädt die Greetland Projekt Entwicklungs Gesellschaft alle Bürger der Gemeinde Krummhörn, Gäste und Interessierte zu einer weiteren Bürger Informations Veranstaltung herzlich ein. Beginn: 18.30 Uhr im Haus der Begegnung Greetsiel Gerade an diesem Tag werden weitere interessante Neuigkeiten im Bereich Freizeitstätten/ Visualisierung vorgestellt. Für Familien mit Kindern ist diese mit Sicherheit Interessant. Themen: * Visualisierung Hotel * Parkzentrum * Spielscheune * Grundrisse Häuser und Wohnungen * Ausstattungsmerkmale * Bekanntgabe Betreiber * Bekanntgabe geplante Bürozeiten * Fragen & Antworten