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Deutschland, deine Festivals: Kaum ein anderes Land bringt es auf eine vergleichbare Fülle kultureller Veranstaltungen

© Ludwigsburger Schlossfestspiele

Mecklenburg-Vorpommern

Festspielzeit ist Umsatzzeit

Kulturerevents ziehen Touristen an / Hotellerie und Gastronomie bündeln ihre Angebote / Infrastruktur profitiert

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
 Silke Liebig-Braunholz

RÜGEN, BAD HERSFELD, LUDWIGSBURG. Festivalzeit in Deutschland: Schauspieler, Musiker und Komödianten zeigen ihre Kunst unter freiem Himmel. Vielerorts locken diese Kulturereignisse die Touristen an. Die wollen nicht nur Kustgenuss, sondern auch übernachten und verzehren (siehe Kasten).

Auslastung steigt

„Festspielsaison ist für alle Bad Hersfelder Hoteliers und Gastronomen, die im Stadtbereich und Einzugsgebiet des Veranstaltungsortes liegen, die Hochsaison“, sagt Achim Kniese vom Romantik-Hotel Zum Stern. Während der Spielzeit hat er in seinem Haus eine Zimmerauslastung von mehr als 90 Prozent und eine Bettenauslastung von mehr als 80 Prozent, weil er überwiegend Doppelzimmer verkauft. Erfreulich auch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von 2,7 Tagen – für Kniese ein Indiz für die Attraktivität der Festspiele. Rund 95.000 Besucher werden erwartet. „Die Zahl schwankt um etwa fünf Prozent und richtet sich vor allem nach den angebotenen Stücken.“ Achim Kniese weiß um diese Kontinuität und erhöht deshalb bereits im April die während der Spielzeit benötigte Mitarbeiterzahl. So kann er möglichst früh die Betriebsabläufe im Restaurantbereich eintakten. „In unserem Gourmetrestaurant bieten wir ein spezielles Festivalmenü an“, erzählt er.

Auch das Nestor Hotel in Ludwigsburg bietet jedes Jahr ein Konzertmenü zu den Festspielen rund um das Ludwigsburger Schloss an. „Unser Haus profitiert stark von den 250 Künstlern, die jedes Jahr engagiert werden und im Nestor Hotel übernachten“, berichtet Hoteldirektor Thomas Steger. Die Besucherzahlen seien ansonsten stark von der Qualität der Konzerte abhängig. Jedoch seien die Festspiele ein Selbstläufer, dem man mit verlängerten Öffnungszeiten auf der mediterranen Terrasse des Restaurants im Hotel begegne. Schließlich besuchten in 2007 rund 43.000 Gäste die Veranstaltungen. „Wir verzeichnen eine konstante bis leicht steigende Entwicklung der Besucherzahlen. Gastronomie und Hotellerie stellen sich darauf ein, da die Gäste auch das Angebot rund um das Open-Air-Festival annehmen“, berichtet Veronika Mall von der Festivalpresseabteilung.

Genauso verhält es sich mit den Störtebeker-Festspielen, die als das publikumsträchtigste Open-Air-Spektakel in Mecklenburg-Vorpommern bekannt sind. „Die Festspiele erfüllen auf Rügen, wo sich ein Fünftel des Tourismus dieses Bundeslandes abspielt, eine wichtige Funktion als kulturelle Alternative zum Strandurlaub“, erklärt Tobias Woitendorf, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)Maßnahmen zur Pflege der Beziehung von Unternehmen zu ihrem öffentlichen Umfeld mit dem Ziel, bei den nach Interessen gegliederten Anspruchsgruppen Stakeholder) Verständnis und Vertrauen zu gewinnen bzw.
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des Tourismusverbandes. Gerade deshalb bietet die offizielle Seite des Verbandes im Internet auch umfangreiche Informationen, Tickets und Reiseangebote zu den Festspielen auf Rügen an.

Spektakel für Tausende

Das Cliff-Hotel Rügen stellt sich jedes Jahr auf dieses Spektakel mit seinen rund 350.000 Besuchern ein. Als Partnerhotel hat Direktor Schwarz ein Störtebeker-Arrangement aufgelegt. Ab 198 Euro pro Person können zwei Übernachtungen inklusive einem Begrüßungscocktail, einem Dinner-Arrangement und der Eintrittskarte zu den Festspielen gebucht werden. „Die 16. Spielsaison begann am 21. Juni, aber bereits drei Wochen vorher hatten 88 Gäste dieses Arrangement gebucht“, erklärt Schwarz. Im Durchschnitt bleibt ein Störtebeker-Gast 4,7 Tage im Cliff-Hotel. Rund 100 Mio. Euro UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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bringt die ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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der Festivalbesucher auf die Insel. Geld, das unmittelbar in die touristische Infrastruktur der Insel fließt.

Silke Liebig-Braunholz


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