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Freundliches Gelb: Michael Lübbert und seine neue Küchenchefin Erika Bergheim in der Halle des Schlosshotel Hugenpoet Foto: Marx

Nordrhein-Westfalen

Frischer Anstrich – neuer Küchenstil

Schlosshotel Hugenpoet mit renoviertem Hotel und Restaurant / Gelebte Tradition soll auch jüngere Gäste ansprechen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/19 vom 13. Mai 2006
von Gundula Marx

ESSEN „Aller guten Dinge sind vier“, hieß es diesen Winter im Schlosshotel Hugenpoet. Patron Michael Lübbert begann noch im Jahr des 50-jährigen Betriebsbestehens mit der Planung für eine umfassende Renovierung des Hotels und Restaurants. Mit vier Neuerungen startet er jetzt ins Frühjahr. Das Renaissance-Wasserschloss im Ruhrtal ist damit auch bestens aufgestellt für die bevorstehende Zeit der Stadt als Weltkulturhauptstadt.

Seit der Übernahme des von der Familie Neumann gegründeten Hotels durch den Krefelder Hotelier Michael Lübbert wurden die 20 Zimmer immer wieder renoviert. Für den Hallenbereich, das Foyer, den Festsaal und die Hotelflure war es nun höchste Zeit. Eine „Stange Geld“ kostete laut Lübbert diese Investition in das Hotel, das als eines der schönsten Relais & Chateau-Häuser gilt. Aber „Adel verpflichtet“ und Lübbert wählte edelste Materialien und Möbel bei Firmen wie JAB Anstoetz, Vaughan in London und Hickory Business Furniture in USA aus. „Wir wollen die alte Schlossherrlichkeit beleben und erfrischen, damit sich die jüngere Gästegeneration bei uns wohl fühlt“, so Lübbert. Vital und frisch zeigt sich auch die Gastronomie auf Hugenpoet im Restaurant Nesselrode und in der unkomplizierten Dependance „Hugenpöttchen in der Remise“. Die neue Küchenchefin Erika Bergheim zeigt dabei kreative Leistungen mit Sternereife: Ochsenschwanzragout und Atlantikhummer mit Sellerieraviolo, Pochiertes Filet vom Bison in Madeiraglace, Marinierte Lotuswurzel mit kurz gebratenem Thunfischmedaillon. Ein neues Robbe&Berking-Tafelsilber mit dem eingravierten Schlossemblem und neues Porzellan sind dafür adäquater Rahmen.

Mit der vierten Neuerung setzt Hugenpoet auf Tradition mit dem Ziel, dem Gast im Schloss größtmögliche persönliche Betreuung zu bieten. Statt des heute in allen Hotels üblichen SB-Frühstücksbüfetts hat der Gast drei Möglichkeiten, mit Full-Service angenehm in den Tag zu starten: Er kann sich das Frühstück aufs Zimmer ordern oder es sich am Restauranttisch nach eingehender Beratung servieren lassen. Eilige können die Wahl abends schriftlich treffen. Sie finden dann ihre Bestellung zum vereinbarten Zeitpunkt auf dem Tisch vor.

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