Bayern
Fünf Fragen an
1. Anfang März haben Sie das Restaurant im Schloss Burgellern mit 80 Sitzplätzen eingeweiht. Auf 250 Jahre Geschichte, aber auch 13 Jahre Leerstand blickte es zurück, bevor Sie es kauften. Warum entschieden Sie dafür?
Wenn man 18 Jahre einen Pachtbe-trieb begleitet hat, weiß man, was wichtig ist. Autobahnnähe, Ruhe und ein einzigartiges Ambiente. Alle diese Kriterien vereint das Schloss. Zusätzlich bot es eine unschlagbar Mischung aus Attraktivität, Finanzierbarkeit und touristischem Background durch die Nähe zur Stadt Bamberg.
2. Im April weihen Sie fünf weitere Zimmer in der Vogtei ein und im nächsten Jahr sollen insgesamt 22 Zimmer fertiggestellt sein. Warum passiert alles in Etappen?
In einer ländlichen von Brauereigaststätten geprägten Region ein 4-Sterne-Haus zu eröffnen, heißt nicht, dass die Kunden von heute auf morgen ins Hotel strömen. Wir wollten von Anfang keine wackelige Finanzierung. Nach zwei Jahren Erfahrung können wir den Markt besser einschätzen.
3. Was verändert sich für Ihren Betrieb in diesem Jahr?
Endlich können wir komplette Arrangements anbieten und unsere Hotelgäste müssen abends nicht mehr das Hotel verlassen. Zudem aber verknüpfen die Gäste ein Schloss scheinbar unmittelbar mit einem Schlossrestaurant.
4. Schloss Burgellern wurde noch im Jahr der Eröffnung zum „Sight-sleeping®“- Hotel gekürt. Was bedeutet Ihnen die Auszeichnung?
Eine solche Auszeichnung ist von unschätzbarem Wert. Nicht nur, dass wir für unsere Arbeit belohnt wurden. Darüber hinaus zeigt sie auch, dass unser Konzept genau richtig war.
5. Der Landschaftspark mit Bachlauf, Rundweg, Wiesen und Spielplatz steht allen Besuchern offen. Bringt das Probleme mit sich?
Überhaupt nicht. Der Park ist von großen Vorteil. Er müsste angepflanzt werden, wenn es ihn nicht schon gäbe. Welches Hotel auf dem Land hat eine „selbstgenerierte“ Laufkundschaft? Wer den Park besucht, kommt zwangsläufig in unsere Gastronomie oder informiert sich über Veranstaltungen. Die Fragen stellte Gabriele Tank
