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Nordrhein-Westfalen

Gastronomie auf der Verliererseite

Wirte in NRW mit den Umsätzen und Erträgen im Sommer nicht zufrieden / Hoteliers melden Anstieg der Auslastung und der Preise

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/49 vom 9. Dezember 2006
von

DÜSSELDORF. Alle reden vom wahrnehmbaren Wirtschaftsaufschwung in NRW – dank dreier Weltmeisterschaften in diesem Sommer. Nur die Gastronomen gingen offensichtlich leer aus. Der Großteil machte weniger UmsatzWertmäßige Erfassung des Absatzes einer Unternehmung.
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und Erträge. Die Hoteliers hingegen jubelten über ein Umsatzplus.

Diese Ergebnisse lassen sich aus dem vom DEHOGA
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NRW herausgegebenen Konjunkturbericht Sommer 2006 herauslesen. Vorgestellt wurde diese „Fieberkurve“ der Branche jetzt von den Autoren, den Marktforschern und Unternehmensberatern Bernd Luxenburger und Gerhard Kühnel. Sie überraschten auch mit dem erstmalig erstellten Miet- und Pachtspiegel für das Gastgewerbe.

„Die hohen Erwartungen wegen der Fußball-, Hockey- und Reit-WM in NRW wurden enttäuscht“, so Bernd Luxenburger, GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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der Gastgewerbe Beratungs Service GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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, Düsseldorf. Die meisten Gastronomen seien in der Krise geblieben: 40,5 Prozent meldeten Gästerückgang, 42 Prozent ein Umsatzminus, 61 Prozent klagten über geringere Erträge als im Vorjahr. Nur 15 Prozent meldeten gestiegene Preise. 24,4 Prozent Umsatzsteigerungen, 18 Prozent ein Ertragsplus. Dies hatte Folgen für die Beschäftigung: Bei 61 Prozent der Betriebe stagniert die Mitarbeiterzahl, 23 Prozent reduzierten sie. Mit 29 Prozent war die Zahl der investitionsbereiten Gastronomen um fast 9,5 Prozentpunkte höher als in der Wintersaison. CaféBewirtungsbetrieb mit Verkauf von Speisen, insbesondere von Konditoreierzeugnissen und sonstigen kalten Speisen, sowie damit verbundenem Verkauf von Aufgussgetränken - im Allgemeinen zum Verzehr an Ort und Stelle.
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s und Bistros gehörten zu den Gewinnern.

Verlierer waren laut Analyse Einzelbetriebe mit einem Umsatz unter 125.000 Euro. Kettenbetriebe und Betriebe mit Umsätzen von mehr als 1Mio. Euro hingegen waren die Gewinner. Deutlich zeigte sich gegenüber der Winter 2005/06-Erhebung eine Trendverschiebung. „Die Preissensibilität ist auf Platz 2 gerückt, während der Typ des multiplen Gastes, der keine starren Essenszeiten hat und vom Gastronomen schwer einzuschätzen ist, sehr bewusst Qualität oder Bio-Kost nachfragt“, erklärte Luxenburger. Sehr deutlich sei auch der Trend zu regionaler Küche. Der Typus der GaststätteBezeichnung für Räumlichkeiten, in denen Gäste Getränke und Speisen serviert bekommen.
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mit Schnitzelparade sei zugunsten der Casual-Dining-Gastronomie zurückgegangen. Problem Nr. 1 für alle sind nach wie vor die hohen Betriebs- und Personalkostenderen Arbeitskraft in einem Unternehmen entstandene Aufwendungen.
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Deutlich gewonnen hat der Punkt ProduktBezeichnung für am Markt angebotene Wirtschaftsgüter .
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- und Qualitätsoptimierung. Resignation und Durchhalteparolen blieben wie bei der Winterbefragung auf Platz 3. Als „erfreulich“ bewertete Bernd Luxenburger die Sparmaßnahmen der Gastronomen. Mit verstärktem Kostenmanagement sei in der Hotellerie viel geschehen. Im Gegensatz zur Gastronomie haben laut Umfrage die drei Weltmeisterschaften und das schöne Wetter zu Positiv-Meldungen der Hoteliers geführt. 49 Prozent der Unternehmer meldeten Anstieg der Auslastung, 33 Prozent höhere Preise, 55 Prozent gaben Umsatzplus an, 35 Prozent Ertragserhöhungen. Gewinner waren vor allem Hotels mit der ZielgruppeEine von der Marketingabteilung oder vom Unternehmer festgelegte Auswahl von Marktteilnehmern, an die sich ein Angebot oder eine Maßnahme richtet .
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GeschäftsreisendeMitarbeiter eines Unternehmens, die aus geschäftlichen Gründen in Hotels übernachten" zugleich ein primärer Zielmarkt der Stadthotellerie.
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und Eventtouristen. Ertragsverlierer war die traditionelle Ferienhotellerie. Einzelbetriebe schnitten schlechter ab als die Kettenhotellerie. Kooperationshotels lagen im Mittelwert. Kurzfristige Buchungen waren der meist genannte Trend. Gestiegen sei der Qualitätsanspruch der Gäste, so Luxenburger. Bei den Problemen nannten die Hoteliers ebenfalls die Betriebskosten und Abgaben an erster Stelle. Sparen und Werbemaßnahmen gelten in der Hotellerie als die wichtigsten Maßnahmen.

Luxenburger und Kühnel haben den Betriebsvergleich in Form eines handlichen Buches erstellt. Zum ersten Mal hat das Berater-Team eine neue Hilfe für die Branche als Arbeitshandbuch erarbeitet. „Mit dem Miet- und Pachtspiegel Gastronomie und Hotellerie wurde das Manko von Vergleichswerten bei Abschlüssen von Verträgen und bei Streitigkeiten beseitigt“, so Kühnel. Mietspiegel und Betriebsvergleich sind beim DEHOGA NRW erhältlich. gm

Email: info@hoga-service-gmbh.de


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