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Mecklenburg-Vorpommern

Gastronomische Ausbildung in der Kritik

Der Wirtestammtisch Rügen bemängelt das Leistungsniveau der Prüflinge

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/43 vom 29. Oktober 2005
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BERGEN Einen Routinepunkt sollte Holger Gültzow am Wirtestammtisch der DEHOGAAbk. für Deutscher Hotel- und Gaststättenverband.
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-Mitglieder in der Bergener Grone-Schule vortragen: Ausbildungsergebnisse der letzten Prüfungsläufe, jedoch deftig gewürzt mit der Bemerkung, wonach die Qualität rapide nachlasse und einige Leistungen „einfach katastrophal“ seien. „Von 44 Teilnehmern der Restaurantfachkräfte wurde bei Kenntnissen ein Schnitt von 3,4 (3,2 im Vorjahr), bei Fertigkeiten 3,25 (2,8) und somit ein Gesamtschnitt von 3,4 (3,0) erreicht. „Da stimmten die Bankettmappen nicht, die Fähigkeit, wenigstens drei Teller zu servieren, fehlte größtenteils und Getränke mixen konnte kaum jemand“, machte Holger Gültzow aus seinem Herzen keine Mördergrube. Es gehe bis hin zur Fachsprache, die völlig unzulänglich sei.

Bei 120 Köchen, kürzlich in Sassnitz geprüft, sei der Schnitt der Kenntnisprüfung 3,1 (3,3), der Fertigkeiten 3,4 (3,5) und gesamt 3,46 (3,4). Zwar eine leichte Verbesserung, jedoch kein Anlass zum Jubeln. Zu viel Abfall sei produziert worden, die Karten hätten nicht adäquat ausgesehen und das Gemüse sei vielfach totgegart, die Saucen undefinierbar gewesen, so der IHK-Ausbildungsbeauftragte. „23 Köche sind durchgefallen. Im Jahr davor waren es zehn“, so Gültzow, der gleich Gerüchten entgegentrat, da sei etwas an den Anforderungen gedreht worden. Dem widersprach auch Roland Ehrich, Chefkoch im Cliff-Hotel Sellin. Allerdings sieht er als Praktiker auch keinen Grund, die Anforderungen weiter herunter zu schrauben.

Tröstliches wusste Wilfried Rothkirch in diesem Zusammenhang zu berichten: „Allerdings bin ich auch aus Davos angerufen worden. Die Schweizer waren nach einem Aufenthalt so begeistert über die angetroffenen Qualität und suchen nun wie die Österreicher Arbeitskräfte für den Winter.“

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