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Nordrhein-Westfalen

Gemischte Gefühle fürs neue Jahr

Kölner Gastgewerbe hat Angst vor Kostenexplosion durch Mehrwertsteuererhöhung / Gemeinsam am USP der Domstadt arbeiten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/50 vom 16. Dezember 2006
von

KÖLN. „Im Gastgewerbe kann man nicht voressen oder vorschlafen“, meinte der Hotelier Wolfgang Goldbach auf der diesjährigen HauptversammlungDie mindestens einmal jährlich stattfindende Versammlung der Aktionäre einer Aktiengesellschaft, die als deren nächstes Organ gilt.
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des DEHOGA
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Köln. Der Vorsitzende der Kreisgruppe rechnet mit negativen Folgen durch die Mehrwertsteuererhöhung. Sie werde zu einer Explosion des Kostenstaus in der Branche führen.

Generell sieht Goldbach die Zukunft nicht so rosig wie der neue Kölner Wirtschaftsdezernatsbeigeordnete Norbert Walter-Borjans, der von einer „starken Region mit Chancen und Zukunft“ überzeugt ist. Walter-Borjans forderte das Gastgewerbe auf, mit an der Stärkung der Marke Köln zu arbeiten.

Weltjugendtag und Fußball-WM – diese Großereignisse hätten sich zwar positiv auf die Besucher- und Übernachtungszahlen der Region Köln ausgewirkt. Für die Gastronomie seien die Erwartungen jedoch weniger in Erfüllung gegangen. Der anhaltende Kostendruck im PersonalIn der Hotellerie und Gastronomie haben diese durch den Kontakt zu den Gästen einen wesentlichen Einfluss auf die vom Gast wahrgenommene Dienstleistungsqualität.
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- und Energiebereich führe laut Goldbach neben dem PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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- und Konkurrenzdruck weiter zu Ertragsschmälerungen. Außerdem komme angesichts der Preissensibilität der Gäste die Mehrwertsteuererhöhung zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt. Die meisten Gastronomen werden die Erhöhung weitergeben müssen und auch zur Preiskorrektur nutzen, fürchtet Goldbach. Aus 3 Prozent könnten so leicht 5 Prozent Preiserhöhung werden. Wie der preissensible Gast darauf regieren wird, lasse sich schwer einschätzen.

„Für die Gastronomie in Deutschland ist es typisch, sich betriebswirtschaftlich notwendige Preiserhöhungen nicht zuzutrauen. Fast immer müssen äußere Einflüsse herhalten, bis man den Gast mit einer Preissteigerung zu konfrontieren wagt“, so Goldbach. Der in den vergangenen Jahren aufgestaute Kostendruck könne daher nun explodieren, da auch die Lieferanten an der Preisschraube drehen werden. Vom Wegfall der Sperrzeit in der Innengastronomie, der Verlängerung der Öffnungszeit für Außengastronomie auf 24 Uhr und dem neuen Ladenöffnungsgesetz in NRW verspricht sich Goldbach hingegen vor allem für die Gastronomie in den Innenstädten und am Wochenende viel Positives. Sorge bereite allerdings der geplante Arbeitsplatzabbau der Kölner Großkonzerne. „Jeder in Köln wegfallende Arbeitsplatz ist letztlich ein verlorener potenzieller Kunde für uns“, so Goldbach. „Wenn Regionen in Deutschland Chancen haben, dann Köln“, hielt Norbert Walter-Borjans, seit vier Monaten Beigeordneter im Dezernat Wirtschaft und Liegenschaften der Stadt Köln, den Befürchtungen des DEHOGA-Vorsitzenden entgegen. Der begeisterte Neu-Kölner berichtete von Tendenzen, dass namhafte Unternehmen wie Microsoft, Luchterhand und Aachen-Münchner den Ruf Kölns als international bekanntem, lebenswertem Standort mit einer innerstädtisch gelegenen MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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nutzten. Köln sei nicht zuletzt auch dank seiner Kneipenkultur ein hochattraktiver Ort für hochqualifizierte Mitarbeiter.

Stärken herausstellen

Kirchturmdenken sei daher auf keinen Fall angesagt, sondern eine gemeinsame Arbeit der gesamten Region unter dem Logoein Markenelement in Bildoder Schriftform , wobei zwischen Wortbildmarken/ Schriftlogos , Bildmarken/Bildlogos und Emblemen/Charakteren unterschieden werden kann.
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des Doms, um die Stärken von Köln und seinem Umland herauszustellen. Als Alleinstellungsmerkmal stellte Walter-Borjans heraus, dass Köln ein einzigartiger Verkehrsknotenpunkt in Europa sei und im Umkreis von 200 Kilometern rund ein Zehntel der EU-Bevölkerung lebe. „Diesen wichtigen touristischen Faktor für Köln brauchen wir auch“, so Goldbach. Er kritisierte den zu geringem Marketingetat für die Millionenstadt und prangerte an, dass es in Köln nicht einmal gelinge, den Kulturkalender intern abzustimmen. „Auf der Übernachtungszahl von 4,2 Mio. können wir uns nicht ausruhen. Steigender Städte- und Kulturtourismus ist kein Köln-spezifisches Phänomen, sondern generell beliebter geworden.“

Die KölnMesse nutzte die Jahreshauptversammlung zur PräsentationZweckbestimmte und am Empfänger orientierte Information, welche versucht, den Kommunikationsfluss zu verbessern und Expertenwissen durch Darstellung oder Darbringung eines Produkts, einer Serviceleistung oder einer Information anderen zugänglich zu machen.
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ihres jüngsten Instruments, das mehr Messegäste in die Stadt und damit auch in die Gastronomie locken soll: Die neue Service-Internet-Plattform www.wheredoo.de soll laut Stefan Eckert, GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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von KölnMesse Service GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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, helfen, den rund 2,3 Mio. Messegästen pro Jahr mit einem durchschnittlichen Ausgabevolumen von 575 Euro, die Angebote von Gastronomie und Handel nahe zu bringen. (Siehe nebenstehenden Kommentar)Gundula Marx

www.dehoga.koeln.de

www.wheredoo.de


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