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Zufrieden:  Claudia Stern in ihrem Vintage, das nun zu einem Konzept der kurzen Wege gehörtFoto: Regina Goldlücke

Nordrhein-Westfalen

Genuss und Event unter einem Dach

Claudia Stern investiert eine halbe Million Euro / Restaurant, Weinhandel, Eventsalon und Kochschule sind nun vereint

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/10 vom 8. März 2008
von

KÖLN. Ein kleines Gastro-Imperium vergrößert sich: hat ihre bislang auf mehrere Lokalitäten verteilten Geschäftszweige zusammengelegt. „Genuss unter einem Dach“, sagt sie und betont: „Unter einem ganz besonderen Dach!“ Tatsächlich ist das 1951 von Wilhelm Riphan als Gastronomiehaus konzipierte Gebäude in der Hahnenstraße ein seltener Glücksfall. Auf großzügigem Raum bietet es der umtriebigen Gastronomin und Event-Managerin viele Möglichkeiten, das Erlebnis für Gäste und Kunden noch perfekter zu gestalten.

Noch näher am Gast

Im Erdgeschoss hatten sich schon seit längerem Bodega und Kochschule eingenistet. Als sich die Chance abzeichnete, sich das bisher als Galerie genutzte Obergeschoss „einzuverleiben“, griffen Claudia Stern und ihr Ex-Mann Michael Stern ohne Zögern zu. Er ist verantwortlich für den Restaurantbetrieb: „Wir wissen zu schätzen, was der andere besser kann“, sagt sie. „Er muss nicht so zeitig da sein, weil bis zur Tischdekoration alles vorbereitet ist. Und ich kann mich besser auf die Veranstaltungen konzentrieren.“

Mehr als eine halbe Mio. Euro haben die Sterns für Umbau und Neugestaltung aufgewendet. „Eine Investition in positive Energie“, stellt die Gastronomin klar, „auf der anderen Seite sparen wir auch, weil die Wege kürzer sind. Das Beste: Ich habe mein Büro im Haus und dadurch jederzeit unmittelbaren Kontakt zu den Gästen.“ Diese eine Location sei im Verhältnis zur Fläche sogar günstiger als die drei vorherigen zusammen, außerdem könne das Personal flexibler eingesetzt werden.

Ein Rundgang erschließt das Konzept: Ebenerdig befindet sich nun das aus der Pfeilstraße verlagerte Vintage, eine so stimmige wie bewährte Mixtur aus Weinhandel und Restaurant. Mit etwa 25 glasweise ausgeschenkten und wöchentlich wechselnden Weinsorten bleibt Claudia Stern ihrem Ursprung als erfolgreiche Sommelière treu. Dazu gibt es lässig kombinierte Speisen mit mediterranen Akzenten: „Nichts Abgehobenes. Wir bewegen uns zwischen Olivenöl und Matjes, Loup de Mer und Artischocken-Risotto.“

Küche als Herzstück

Ans Vintage grenzen edel ausstaffierte und flexibel trennbare Eventsalons für kleine und große Veranstaltungen. „Und wo endet jede tolle Party?“ fragt Claudia Stern und antwortet: „In der Küche!“ Die liegt als Herzstück zwischen Restaurant und Eventsalons und wartet, doppelt so groß und mit raffinierten Profi-Geräten bestückt, mit einer Überraschung auf: „Wir haben nur noch Induktionsherde. Und was passierte? Unsere Köche, die sommers wie winters geschwitzt haben, frieren auf einmal. Jetzt werden wir wohl noch eine Heizung einbauen müssen.“

Eine Treppe höher erschließt sich mit der First-Floor-Genussschule dann ein weiteres attraktives Reich. Hier wird gekocht, gegessen und gelernt. Allein die riesige Fensterfront und die Terrasse – nicht ganz über den Dächern, aber immerhin über der Straße – sind Pfunde, mit denen sich lustvoll wuchern lässt. Regina Goldlücke

www.vintage.info

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