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Wollen anspruchsvolles Publikum zurückgewinnen: (von links) Benjamin Meier und Andreas Ackermann Foto: Mathias Thurm

Hamburg

Gutbürgerlich soll Gäste ködern

Aus dem ehemaligen Bereuther wird Ackermanns Vier Mahlzeiten / Gehobene deutsche Küche mit mediterraner Note

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/19 vom 10. Mai 2008
von

HAMBURG. Die Nachbarn des ehemaligen Bereuther atmen auf. Vor einem Jahr hatte der Szeneclub, der wegen nächtlicher Lärmbelästigung immer wieder für Ärger gesorgt hatte, geschlossen. Nun ist in die Räume direkt am Isebek-Kanal das Ackermanns Vier Mahlzeiten eingezogen. „Wir sind ein Restaurant mit Bar. Partys bis in den frühen Morgen gibt es nicht mehr“, sagt Andreas Ackermann.

Schon der Name des neuen Restaurants verrät das Konzept: „Wir haben von morgens 10 bis um 2 Uhr geöffnet. Wir bieten vom Frühstück bis zum Mittagstisch, Kaffee und Kuchen sowie Abendessen das volle Programm. Unsere Karte steht für gehobene deutsche Küche mit mediterranem Einfluss“, beschreibt Ackermann die Stilrichtung. Dafür bürgen die Köche Björn Rehder und Silvio Miethig, die zuvor im Grill des Hotels Vier Jahreszeiten am Herd gestanden haben. Dritter im Bunde der Weißmützen ist Christian Kugel, der wie sein Chef Ackermann aus der Espresso Lounge (heute Tiefenthal) kommt.

Die Frühstücksangebote reichen von 2,60 bis 9 Euro. Zum Mittagstisch werden täglich wechselnd drei Gerichte zwischen 6,50 und 8,50 Euro serviert. Zum Beispiel Nürnberger Rostbratwurst mit Sauerkraut und Püree oder Wiener Tafelspitz. Nachmittags empfiehlt der Küchenchef zum Kaffee die selbst gebackenen Torten und Kuchen. Täglich bis 23 Uhr hat der Gast die Wahl zwischen den Vier-Mahlzeiten-Klassikern wie Himmel und Erde oder Currywurst Hamburger Art. Die drei servieren aber auch Feines. Etwa das Filet vom Zander auf einem Bett von Karotten in Estragonbutter und Weißweinrisotto mit frischen Kräutern für 21 Euro (siehe Kasten).

Namensgeber Andreas Ackermann führt das Restaurant mit zwei gleichberechtigten Partnern. Mit im Boot sitzen Benjamin Meier (ehemals Harms & Schacht), der ebenfalls im operativen Geschäft tätig ist, sowie der Immobilienkaufmann Boris Abée. Gemeinsam haben sie den schlauchförmigen Gastraum in schlichtem modernen Design völlig neu möbliert.

Im Sommer kann das Restaurant auch noch mit einer Terrasse punkten, die vielleicht auch wieder die Nachbarschaft anlocken und mit dem ehemaligen Bereuther versöhnen könnte. Denn die gutbürgerliche Eppendorfer Szene ist schließlich die Zielgruppe des Ackermanns.Mathias Thurm

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Leser-Kommentare zum Artikel (1)

Bergatt, Dahlewitz
Bergatt, Dahlewitz

28.10.2008 um 12:04

Betreff: Hamburgbesuch

Liebe Leute, am gestrigen Tage durfte ich, dank meines Sohnes Stefan, ein 3-Gänge-Menü mit Nachspeise genießen. Es war einfach fabelhaft und ich bin immer noch am Schwärmen und habe es meinen Kollegen schon empfohlen, wenn sie mal in Hamburg sind, auch dort zu speisen. Nicht nur das Essen war vorzüglich, auch zum gesamten Personal kann man nur sagen, dass man merkt, dass untereinander ein zufriedenes Klima herrscht und sich alle gut verstehen: Wie eine große Familie. Super, danke, war schön und es gibt garantiert ein Wiedersehen. Gruß Mama und Oma von Stefan