Hotellerie
Guter Juli für die Berliner Beherbergungsbetriebe
von Udo Rößling
BERLIN. Die Juli-Zahlen des Berliner Beherbergungsgewerbes hören sich gut an. Nach vorläufigen Berechnungen des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg wurden in diesem Monat 794.400 Gäste gezählt - 12,4 Prozent mehr als im Juli 2008. Die gebuchten 1,94 Mio. Übernachtungen bedeuten ein Plus von 12,2 Prozent. Auch der Anteil ausländischer Besucher ist gestiegen: 300.900 Gäste mehr Gäste bedeuten ein Plus von 11 Prozent.
Die Übernachtungszahlen ausländischer Gäste kletterten im Juli um 9,9 Prozent (807.000) nach oben. Ende Juli waren 712 Beherbergungsbetriebe - 69 mehr als Jahresfrist - auf dem Berliner Markt. Die 104.500 Betten (+7,5 %) waren zu 58,8 Prozent ausgelastet (vor 12 Monaten: 56,6 %). Allein in der Hotellerie lag die Auslastung im Juli bei 57,1 Prozent (Vorjahr: 54,5 %). Noch im ersten Halbjahr 2009 tendierte das Wachstum der Gäste- und der Übernachtungszahlen in der Berliner Beherbergungsbetriebe fast gegen null. Erst im Juni trat eine spürbare Entspannung ein.
Doch was sich gut anhört, bedeutet keinen Gewinn für das Gastgewerbe (AHGZ vom 12. September). Der Berliner DEHOGA-Landeschef Willy Weiland prognostiziert Umsatzverluste zwischen 12 und 20 Prozent. Wie fortgeschritten der Preiskampf um Gäste mittlerweile ist, zeigen aktuelle Zimmerpreise. Wie die Berliner Morgenpost meldet, vermieten Luxushotels mittlerweile Zimmer unter 100 Euro, beispielsweise das 5-Sterne-Superior Hotel Palace die Nacht in bester City-West-Lage für 99 Euro.
www.morgenpost.de/berlin/article1169130/In_Berlin_gibt_es_jetzt_Luxuszimmer_unter_100_Euro.html
