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Bioprodukte & Bioküche

Alles im grünen Bereich: Karola Ketelhodt von Bioland (links) freut sich, mit Heike Harms eine Partnerin für natürlichen Genuss gefunden zu haben

Mathias Thurm

Hamburg Bis aufs Bier ist alles Bio

Purer Genuss: In Frau Harms Genussraum wird ausschließlich mit Bioprodukten gekocht

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/48 vom 26. November 2011
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. Nicht überall, wo draufsteht, ist auch nur Bio drin. Ein Restaurant, das sich beispielsweise Partner von Bioland nennen darf, muss nur 60 Prozent seiner eingesetzten Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft beziehen, wie Bioland-Landesgeschäftsführerin Carola Ketelhodt erklärt. Heike Harms reicht das nicht. In ihrem neuen Restaurant auf Gut Karlshöhe in Hamburg kommen ausschließlich Bioland zertifizierte Produkte auf den Teller. Heike Harms, die bereits ein Restaurant im kleinen Dorf Schwinde an der Elbe betreibt, ist damit die Erste in der Hansestadt.

Schon der Name des Restaurants verrät, dass es der Betreiberin nicht nur um Gesundheit und Nachhaltigkeit, sondern mindestens ebenso sehr um den Genuss geht. Gerichte wie Schweinefilet im Spinatcrêpe, Meerrettichschaum, sautierte Karotten, Herzoginkartoffeln oder Kotelette vom Wolfsbarsch gebraten, eingelegte Zucchini, Rote Bete Chip, Selleriegraupen zeigen, dass vor allem mit regionalen und saisonalen Zutaten auf hohem Niveau gekocht wird. Dafür sorgt Küchenchef Florian Kerl, der im Böttcherhof gelernt hat und zuletzt im Lindner Park Hotel Hagenbeck am Herd gestanden hat. Großen Wert legt die Gastronomin auch auf Frische. „Unser Convenience-Anteil liegt bei unter fünf Prozent“, so Harms. Der hohe Anspruch spiegelt sich auch im Preisniveau wider. Die zwei Hauptgerichte KostenDer in Geldeinheiten bewertete Verbrauch von Produktionsfaktoren und Dienstleistungen, der zur Erstellung und zum Absatz der betrieblichen Leistung erforderlich ist.
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jeweils 20 Euro, ein 5-Gänge-Menü 45 Euro. Das Angebot wird durch eine wöchentlich wechselnde Mittagskarte ergänzt, die täglich zwei Gerichte zwischen 6 und 12 Euro bietet.

Nicht nur die Speisekarte, auch Lage und Räumlichkeiten des Restaurants sind ungewöhnlich. Frau Harms Genussraum ist Teil des Umweltzentrums Karlshöhe, das im Stadtteil Farmsen auf dem Gelände eines ehemaligen landwirtschaftlichen Gutes fernab jeder Laufkundschaft liegt. Tagsüber kommen vor allem Schulklassen, die die zahlreichen Möglichkeiten auf dem weitläufigen Areal nutzen, sich über Umwelt- und Klimaschutz zu informieren, und die danach gern zu einer kleinen Stärkung das Restaurant besuchen. Auch Teilnehmer von Umweltseminaren nutzen das Mittagsangebot. Für das Abendgeschäft setzt Pächterin Harms auf Feinschmecker, die den unverfälschten Genuss in besonderer Atmosphäre schätzen. Spezielle Events wie Lesungen zum Menü runden das Programm ab. Was noch fehlt, ist ein gut gezapftes Bio-Bier. Doch Frau Harms ist zuversichtlich: „Wir stehen bereits mit regionalen Biobrauern in Verhandlungen.“ Mathias Thurm




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