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Rauchverbot

Wut bricht sich Bahn: Mit einer Demo durch die Innenstadt machen Gastronomen ihrem Ärger Luft Foto: Mathias Thurm

Rauchverbot

Hamburg: Bürgerschaft beschließt absolutes Rauchverbot

11. Dezember 2009
von Mathias Thurm

. Ab 1. Januar 2010 gilt in Hamburger Restaurants ein absolutes . Das hat die Bürgerschaft am 9. Dezember mit den Stimmen von CDU und GAL beschlossen.

Damit haben sich die Koalitionsparteien über die massiven Proteste eines breiten Aktionsbündnisses von Wirten, Schaustellern, DEHOGA und rund 20 anderen Verbänden hinweggesetzt.

Rauchen ist jetzt nur noch in kleinen Kneipen bis 75 Quadratmeter Fläche erlaubt, wenn keinerlei Speisen angeboten werden, die Kneipe entsprechend gekennzeichnet ist und Jugendliche unter 18 Jahren keinen Zutritt haben. Größere Gaststätten dürfen zwar Raucherräume einrichten, aber auch im Nichtraucherteil darf dann weder geraucht noch gegessen werden. Weitere Ausnahmen, beispielsweise für die Zeltgastronomie, sind nicht vorgesehen.

Buchstäblich bis zum letzten Tag hatte das Aktionsbündnis alles versucht, CDU und GAL bei der Verabschiedung des Nichtraucherschutzgesetzes zu einem Kompromiss zu bewegen. Einen Tag vor der Entscheidung der Bürgerschaft demonstrierten rund 100 Gastwirte in der vorweihnachtlich geschmückten Innenstadt.

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Rauchverbot: Klage gegen das Hamburger Nichtraucherschutzgesetz (31.08.2011)
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Leser-Kommentare zum Artikel (3)

Dr. Lange, Hamburg
Dr. Lange, Hamburg

12.12.2009 um 16:04

Betreff: Nichtraucherschutzgesetz

Schön, dass jetzt ein juristisch verlässliches Nichtraucherschutzgesetz beschlossen worden ist. Hamburg könnte damit beispielhaft sein. Wer seiner gesundheitsschädigenden Sucht nachgehen möchte, kann dieses nun tun ohne andere Menschen in ihrer Gesundheit zu bedrohen. Es ist ein richtiger Schritt auch für unsere Kinder, die bei einem Restaurantbesuch und/oder Essensgang bislang immer mit dem Anblick von suchtkranken Menschen konfrontiert wurden. Danke Hamburg! Hat aber auch lange gedauert...

Passivraucher
Passivraucher

11.12.2009 um 18:35

Betreff: Kompromiss

Es ist ja schon ein Kompromiss, der den Rauchern mehr als genug Platz lässt, sich normal zu fühlen. Für die Tabaklobby-Verbände aber sicher kein völliger Sieg, da beim Essen nicht mehr geraucht wird...

Sebastian Winkelmann, Hamburg
Sebastian Winkelmann, Hamburg

10.12.2009 um 13:54

Betreff: Kaum Proteste bei Wirten

Erstens wird es in Hamburg kein "absolutes" Rauchverbot geben, da in etlichen Kneipen, Bars etc. weitergeraucht werden darf. Zweitens kam der Protest mitnichten von den Wirten, sondern von einem Aktionsbündnis, das gar nichts mit der Gastronomie zu tun hat.

 

Im übrigen ist doch unverständlich: Erst argumentiert man, dass es bezüglich des Rauchens einen Unterschied in Speise- und Nichtlokalen gibt, dann gibt es dementsprechende Ausnahmen und Regeln, und man moniert dies wiederum. Eine Kneipe mit Speisenangebot ist nunmal keine Bar, und wenn man Ausnahmen fordert, die dann zwangsläufig willkürlich sind, muss man auch damit leben das die meisten Kneipen eben keine Ausnahme erhalten. Buletten lassen sich zudem nicht von Salat, größeren Speisen oder richtigen Mahlzeiten unterscheiden und hätte neue Prozesse herausgefordert. Wer sich für Ausnahmen einsetzt, muss auch damit leben, dass dies die Wirte schädigt, eben weil es den Wettbewerb verzerrt. Wer sich damals für Raucherzimmer einsetzt, muss dann den Wirten, die in Raucherzimmer investiert haben, auch erklären, warum man damals nicht einfach auf Raucherzimmer verzichtet hat, und damit auch auf anfallende Kosten. Man sollte hier Ursache und Wirkung nicht verwechseln.

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