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Präsentieren den Bleckeder-Sud: Braumeister Thorsten Kroeschell (rechts) und Vereinsvorsitzender Lars Seyfrid Foto: Helmut Heigert

Hamburg Craft Beer liegt im Trend

14 Brauereien beim „Tag der norddeutschen Braukultur“ im Museumsdorf Kiekeberg

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2012/29 vom 14. Juli 2012
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. 13 Jahre lang war Thorsten Kroeschell Braumeister bei der Gröninger Privatbrauerei in Hamburg. Seit einigen Monaten betreut er die Brauanlage im neuen Bleckeder Brauhaus. Stephan Scheer hat die Gasthausbrauerei in der Breiten Straße in Bleckede vor rund einem halben Jahr eröffnet. In der Baugaststätte finden bis zu 175 Gäste Platz, hinzu kommen 80 Sitzplätze in einem Biergarten.

Rund 500 Hektoliter will Kroeschell im Jahr brauen. Zu den 4 Sorten Hell, Dunkel, Bock und Weizenbier will der Braumeister saisonal zusätzlich Spezialbiere brauen. „Im Herbst wird es ein Festbier geben“, fügte Kroeschell hinzu.

Das Bleckeder Brauhaus war eines von insgesamt 14 Brauereien, die sich beim Tag der norddeutschen Braukultur „Bier aus dem Norden“ auf dem Kiekeberg präsentierten. Etwa 2300 Gäste besuchten die Veranstaltung in dem Museumsdorf, das der Verein Kampagne für gutes Bier zum fünften Mal mit organisierte.

„Zurzeit liegt voll im Trend“, sagte der Vorsitzende Lars Seyfrid. Unter dem aus den USA stammenden Begriff verstehe man handwerklich gebrautes Bier aus kleinen Brauereien. In Deutschland bemühten sich einerseits mittelständische Brauereien, das ImageMehr oder weniger bewusste, vereinfachende Beurteilungen eines Meinungsgegenstands durch ein Individuum, die in ihrer Verfestigung als mehrdimensionales Einstellungskonstrukt Handlungs- und Verhaltensrelevanz gegenüber einem Imageobjekt gewinnen.
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von Bier als einem Massengetränk in ein hochwertiges Qualitätsprodukt zu verwandeln. Auf der anderen Seite gebe es sehr experimentierfreudige Brauer vor allem in den Nachbarländern. So konnten die Besucher bei einem Bierverleger aus Dänemark zum Beispiel ein Weißbier mit dem achtfachen Gehalt an Hopfen probieren. Ein anderes Beispiel für ein experimentelles Bier sei ein Leichtbier mit 1000 Bittereinheiten. „Ein deutsches Bier hat normalerweise 30 Bittereinheiten“, erklärte Seyfrid. Aus Großbritannien schwappten derzeit Biersorten wie Pale Ale oder Indian Pale Ale auf den deutschen Markt. „Manche deutsche Brauereien versuchen, auf diesen Zug aufzuspringen“, fügte Seyfrid hinzu.

Der Vorsitzende des Vereins, der sich seit fast 10 Jahren für eine vielfältigere Bierkultur einsetzt, hat mit Freude die Eröffnung von zwei neuen Brauereien Blockbräu und Ratsherrn in der Hansestadt registriert.

Vor allem die auch im Museumsdorf vertretene Ratsherrn Brauerei wird nach seiner Einschätzung die Craft Beer Bewegung in Deutschland nach vorn bringen. Seyfrid: „Mit Bier kann man sehr viel mehr machen, als die meisten Leute denken.“

Helmut Heigert




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