Branchenpolitik: Rauchverbot
Hamburg: Raucherräumen droht das Aus
von Helmut Heigert
HAMBURG. Der DEHOGA Hamburg will in letzter Minute noch Einfluss auf die geplante Neuregelung des Nichtraucherschutzgesetzes in der Hansestadt nehmen. Nach dem von der Schwarz-grünen Regierung gefundenem Kompromiss darf in Gaststätten, die zubereitete Speisen servieren, in Zukunft überhaupt nicht mehr geraucht werden.
Das gilt auch für Lokale, die über abgetrennte Raucherräume verfügen. In Eckkneipen bis zu einer Größe von 75 Quadratmeter darf weiterhin geraucht werden. In größeren Kneipen ist das Qualmen nur noch in streng abgetrennten Nebenräumen erlaubt. Ausnahmen für Raucherklubs und Festzelte soll es nicht mehr geben.
Nach Angaben von DEHOGA-Hauptgeschäftsführer Gregor Maihöfer wollen die Vertreter der 16 im Aktionsbündnis gegen ein verschärftes Nichtraucherschutzgesetz organisierten Initiativen und Verbände über sachgerechte Ausnahmeregelungen beraten. Vor allem Restaurantbetreiber, die in Raucherräume investiert hätten, fühlten sich von der Neureglung benachteiligt. Das Gesetz soll am 8. Dezember in der Bürgerschaft verabschiedet werden.
