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Wo einst Hüttenarbeiter verköstigt wurden, wird heute gut getafelt Foto: Klein

Bayern

Herberge in Hephaistos’ Garten

Ein Gastronomen-Duo hat die Hütten-Schänke in Obereichstätt wiederbelebt

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/43 vom 29. Oktober 2005
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OBEREICHSTÄTT Mit viel Mut und Risikobereitschaft hat Wolfgang Bauer einen zuletzt ins Schlingern geratenen und stillgelegten Gastronomiebetrieb in Obereichstätt wieder flott gemacht. Bauer, Geschäftsführer vom Hotel Landgasthof zur Hütten-Schänke in Obereichstätt im Altmühltal, und sein Kompagnon, der gelernte Koch Andreas Schneider haben in dem renommierten Gasthaus, das vor 100 Jahren als Werkskantine für das Obereichstätter Eisenhüttenwerk erbaut wurde, frische Ideen umgesetzt. Neben dem Erfolg mit der regionalen Küche – das Altmühltaler Lamm steht bei Bauer und Schneider ganz oben auf der Speisekarte – stellen sich bei der Hütten-Schänke auch sonst wirtschaftlich vielversprechende Synergieeffekte ein.

Vor fünf Jahren hat sich der Münchner Stahlbildner Alf Lechner in Obereichstätt niedergelassen. Für mehrere Millionen Euro hat er das ehemalige Eisenhüttenwerk erworben. Den zugehörigen Steinbruch und die erhaltenen Fabrikgebäude ließ Lechner für eine Wohnnutzung, für eine Stahlbildhauerwerkstatt mit mehreren Gästeateliers und für eine riesige Ausstellungsfläche sanieren. Lechners Kunst zieht internationale Besucher und Kundschaft an. Mehrmals im Jahr öffnet der Hephaistos von Obereichstätt die schmiedeeisernen Tore zu seinem BesitzTatsächliche Herrschaft einer natürlichen oder juristischen Person über eine Sache, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.
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mit den dort präsentierten zum Teil unverkäuflichen Titanen-Kunstwerken aus Schiffsstahl.

So war es absolut notwendig geworden, dass die Hütten-Schänke wieder für Gäste offen steht. Entsprechend floriert dann auch der im Sommer eröffnete Tagungs-, Gastronomie- und Biergarten-Betrieb in dem runderneuerten historischen Gebäude.

Übernachten kann man in der Hütten-Schänke nun in insgesamt 20 renovierten und stilvoll eingerichteten Appartements, die 46 Betten zählen. Für kleine, feine Tagungen mit bis zu 25 Teilnehmern ist die Hütten-Schänke ausgestattet. Ein hochmodern eingerichteter Tagungsraum sorgt für beste Grundlagen effektiven Arbeitens. Doch damit nicht genug, so Schneider und Bauer: „Wir sind ein ausgezeichneter „fahrradfreundlicher“ Betrieb und haben neben einem extra großen Fahrradraum für unsere Radel-Touristen auch jede Menge Service für Radfahrer zu bieten“. So stehen Gepäcktransfers, Reparaturhilfen und Kartenmaterial für Radtouristen bereit.

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