Berlin
Herberge mit Geschichte & Charme
Hotel Augusta seit knapp 20 Jahren im Besitz der Familie Lippoth / Mutter und Tochter leiten gemeinsam den Betrieb
BERLIN Am 1. Oktober 2005 wird das Hotel Augusta bereits 20 Jahre im BesitzTatsächliche Herrschaft einer natürlichen oder juristischen Person über eine Sache, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen.
weiter mit Mausklick... der Familie Lippoth sein. Ein glücklicher Umstand hatte dazu geführt: Die kinderlos gebliebenen Vorbesitzer – Familie Heidemann – suchten aus Altersgründen Nachfolger. Die Lippoths, branchenfremd, doch Neuem gegenüber aufgeschlossen, zeigten sich interessiert. Und da man sich ganz gut kannte, war man sich schnell einig geworden. Mit dem Augusta hatten sie ein traditionsreiches Hotel übernommen: Im Jahre 1936 eröffnete die kleine, recht feine Herberge in der Fasanenstraße, fast an der Ecke zum Kurfürstendamm. Die Olympischen Spiele standen ins Haus, und das Haus hatte (und hat) eine Traumlage. Nachbar heute ist beispielsweise das Literaturhauscafé und ein Haus weiter das Käthe-Kollwitz-Museum. Der Blick über den Kurfürstendamm fällt heute direkt auf den großen Nachbarn Kempinski Hotel Bristol.
Horst Lippoth allerdings verstarb bereits 3 Jahre später und hatte deshalb nur kurze Zeit Freude an seiner neuen Rolle als Gastgeber. Er war recht schnell in diese Rolle geschlüpft wie auch seine Frau Danuta. Die 1966 aus Beuthen/Oberschlesien Gekommene führt seit 1988 das Haus alleine. Seither hat sie sich stets als formvollendete und liebenswürdige Gastgeberin erwiesen. Mittlerweile steht ihr Tochter Juli zur Seite, die demnächst an einer privaten Hotelfachschule in Berlin ihre praktischen Erfahrungen und Kenntnisse theoretisch ergänzen wird. Schließlich soll sie dereinst die 2. Generation Lippothscher Hoteldynastie verkörpern, alldieweil die 3. bereits an die Tür geklopft hat.
Als die Familie 1985 das Hotel übernahm, zählte man 25 Zimmer. Damals versuchte man bereits die Zimmer vorsichtig zu modernisieren. Danuta Lippoth erinnert sich noch immer an die 170.000 DM, die man für 13 italienische Badekabinen ausgab (sie galten damals als besonders modern), die sich alsbald für den Hotelbetrieb als wenig geeignet erwiesen. „Eine Lehre für das Leben als Hotelier“, schmunzelt die Hotelchefin heute darüber.
Heute – das bedeutet allerdings ein Mehr an Hotel. Das bedeutet das Renovieren des Überkommenen in den letzten Jahren ebenso wie die Erweiterung auf 42 Hotelzimmer und –suiten (deren es 4 gibt) im Jahre 2003 beispielsweise. Eine ganze EtageDie einzelnen Stockwerke eines Beherbergungsbetriebs.
weiter mit Mausklick... wurde mit neuem Mobiliar ausgestattet – vom österreichischen Qualitätsausstatter Voglauer. Die Bäder wurden neu gestaltet. Und die Einrichtung für die neuen Zimmer und Suiten kommt fast komplett aus Spanien, aus Valencia. Denn Danuta Lippoth liebt das Land auf der iberischen Halbinsel. Spanische Momente sind deshalb in allen Zimmer zu spüren – die Teppiche und Stoffe kommen von dort. Zu spüren ist auch die Liebe der Hoteliere zum schmückenden Detail. Sie hat nicht nur Skulpturen, Tuche und Stoffe ausgewählt, sondern sie hat auch selbst Hand angelegt. So nähte sie beispielsweise die Vorhänge selbst. Und sie hat darum gekämpft, dass der Übergang von einem Haus zum anderen überglast wurde. Schließlich geht es ja nicht an, dass der Hotelgast bei Regen oder Schnee von einem zum anderen Haus ziehen muss.
Die neuen Zimmer und Suiten im Dachgeschoss übrigens entfalten einen aufregenden Hauch von Luxus, der sich bis in die Bäder hinzieht. In der großen SuiteLuxuriös ausgestattetes, sehr geräumiges Appartement innerhalb eines Hotels.
weiter mit Mausklick... beispielsweise ist die Badewanne zugleich Whirlpool, und in den anderen Suiten und Luxuszimmern (deren es gleichfalls 4 gibt) bringt jedes Bad ein anderes Detail ein – ob es die Glastür ist oder eine ganze Glasfront, die es vom eigentlichen Wohnbereich abtrennt, oder Zwillingswaschbecken.
Ein Ort, bestens beispielsweise für die Honeymoon Zeit geeignet. Klein, fein, intim und familiär – kein Wunder also, dass die Gästeklientel zum großen Teil aus „Wiederholungstätern“ stammt – Stammgäste, die sich ganz einfach in dem kleinen familiengeführten Hotel wohlfühlen.
Noblesse liegt über dem ganzen Hotel – Gemütlichkeit und anheimelnde Atmosphäre durchzieht nicht nur die Gästezimmer, sondern schließt auch das Frühstücksrestaurant ein, das gleichfalls in barockem Ambiente zu einem im ZimmerpreisRegulärer Preis pro Zimmer , auch Zimmerrate genannt.
weiter mit Mausklick... enthaltenen gehaltvollen Frühstück einlädt. Danuta Lippoth bietet ihren Gästen zudem einen hauseigenen Busshuttle oder Park-Vignetten an. Mit ihren 10 Mitarbeitern und einem Auszubildenden (Hotelfachmann) setzt sie ihre Philosophie um: „Das Wohlbefinden unserer Gäste liegt uns sehr am Herzen. Wir möchten, dass sich hier jeder wie Zuhause fühlt.“

