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Überzeugt vom Projekt: Gotthard Fels will das ehemalige Gefängnis nicht nur zur Documenta 2012 auslasten. Die Flure der Kittchen-Herberge sind bereits renoviert Fotos: Silke Liebig-Braunholz

Innovation

Hessen Knast-Hotel für Kunstfans

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2011/37 vom 10. September 2011
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. Eine romantische Herberge wird es nicht. Aber eine skurrile Alternative zu herkömmlichen Übernachtungsangeboten. Das Elwe in Kassel setzt vor allem auf die der Weltkunstausstellung Documenta 13 im kommenden Jahr.

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Derzeit tut sich viel in der nordhessischen Metropole. Etliche Hotels renovieren, bauen an oder eröffnen gar neu. Gerade hat das Hotel Schweizer Hof in der Nähe des ICE-Bahnhofs nach umfangreicher Renovierung mit sieben neuen Hightech-Tagungsräumen wiedereröffnet. Im Hotel Zum Steinernen Schweinchen soll im September der neue SpaAuf körperlichem Wohlbefinden basierende Erholungseinrichtung in einem Hotel.
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-Bereich eingeweiht werden. Saniert wird derzeit zudem das einst so berühmte Hotel Reiss.

200.000 Euro investiert

Als Kontrapunkt zu diesen Hotspots fügt sich nun das Knast-Hotel Elwe in das Stadtbild ein. Der Immobilienunternehmer Gotthard Fels und der TV-Anwalt Christopher Posch (RTL) haben in der Unterneustadt die ehemalige Haftanstalt vom Hessischen Immobilienmanagement bis Ende 2012 gemietet und dafür die Elwe GmbHAbk. für Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
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gegründet. 200.000 Euro sind bisher in die Sanierung des denkmalgeschützten Objektes geflossen. „Unsere Möglichkeiten sind extrem eingeschränkt“, sagt Fels. Dennoch sei er zufrieden mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen, auch wenn sich grundlegende Strukturen in diesem Gebäude nicht ändern ließen. „Das Wort Fluchtweg beispielsweise war hier ein Fremdwort“, so Fels.

 
Überzeugt vom Projekt: Gotthard Fels will das ehemalige Gefängnis nicht nur zur Documenta 2012 auslasten. Die Flure der Kittchen-Herberge sind bereits renoviert Fotos: Silke Liebig-Braunholz

Der ist mittlerweile geschaffen, wie auch die komplett neue Haustechnik. Ebenfalls erfüllt wurden die Brandschutzbedingungen: „Für eine temporäre Nutzung sind wir mittlerweile gerüstet. Bis zur Documenta werden wir weitere Modernisierungen umgesetzt haben“, sagt Fels. 78 Zellen und nochmal rund 40 Zimmer stehen den beiden Investoren zur Verfügung. Die Zellen werden als Einzelzimmer mit einem Bett, einem Waschbecken, einem Stuhl, einem WC und der Dusche auf den Fluren vermietet. In den Zimmern werden derzeit noch Duschkabinen eingebaut. Die Matratzen sind bereits angeschafft. An der Rezeption wird es später dann lediglich die Bettwäsche geben. Fertig. „Wir wollen es so einfach wie möglich halten“, sagt Fels. „Es soll ein skurriles Erlebnis bleiben.“

Kulturelle Events geplant

Eine Teeküche wird noch eingerichtet und während der 100 Tage andauernden Weltkunstausstellung ist auch ein gastronomisch-kulturelles Projekt auf dem 2600 Quadratmeter großen Gelände geplant. Dafür hat Fels bereits Zusagen von der Art Virus aus Frankfurt, die gemeinsam mit Gerd Schüler dafür sorgen will, dass die Hotel-Knast-Gäste auf dem Gelände frühstücken können und am Abend mit Events unterhalten werden. Das Kulturprogramm soll weitestgehend kostenlos sein.

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