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Im stilvollen Spiegelsalon mit Blick auf die Terrasse. Fotos: Rößling

Berlin

Historisches Gasthaus mit Stil

St. Hubertus ist angesagte Adresse für Einkehr und Erlebnis / Haus feiert in diesem Jahr das 100-jährige Bestehen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/1 vom 8. Januar 2005

BERLIN Es ist ein kleines Schmuckstück, das Gasthaus St. Hubertus am Hultschiner Damm, der Verbindungsstraße zwischen Alt-Mahlsdorf und Köpenick. In diesem Jahr wird das Haus, das 1905 seine gastfreundlichen Pforten öffnete, 100 Jahre alt. Allerdings gab es keine 100 Jahre Wirtshausgeschichte. Denn rund 40 DDR-Jahre war dort eine FirmaBezeichnung für den Namen eines Kaufmanns, unter dem dieser im Handelsverkehr seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift abgibt.
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untergebracht, die als der größte gesamtdeutsche Kaffeeautomaten/-maschinen-Entwickler galt.

Nach 1990 stand das Haus leer und zum Verkauf durch die Treuhand. Erst im Jahre 1995 konnte Holger Böhme das Gemäuer erwerben. Der gebürtige Leipziger und Jurist hatte mit Partnern nach 1990 mehrere Unternehmungen gegründet, von denen eine auch im Baubereich tätig war. In diesem Zusammenhang war der heute 45-Jährige auf das St. Hubertus gestoßen. Nach einigem Hin und Her entschied er sich dafür, die Gasthaus-Tradition zu neuem Leben zu erwecken. Dabei, so gesteht er nun nach 6-jähriger Erfahrung als Jung-Wirt, dass er einen Fehler gemacht habe. Damals hatte er in den beiden Obergeschossen Wohnungen einbauen lassen. Heute weiß er, dass Gästezimmer angebrachter gewesen wären. Denn oft hört er von seinen Gästen: „Habt ihr nicht ein Zimmer frei?“ Mitte 1998 erstrahlte das Gasthaus in neuem Glanz – würdig, wieder Gäste zu empfangen. Böhme hatte sich einen gastronomischen Leiter gesucht, ein Jahr später nahm er die Führung des St. Hubertus selbst in die Hand. Gasthaus – das bedeutet in diesem Falle Restaurant, Wintergarten, Bistro, Spiegelsalon, Saal, Terrasse und Kinderspielplatz. Ein Haus also mit vielfältigen Möglichkeiten für die unterschiedlichsten Veranstaltungen. Und mit ausreichend Platz für bis zu 240 Personen.

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Für Böhme ist das Führen des Hauses zum Full-Time-Job geworden. Denn das Haus ist beliebt, wenn es um Veranstaltungen geht. Sehr gefragt ist das Gasthaus für Hochzeitsfeiern, aber auch für Konfirmationen, Geburtstage und Taufen sowie Jubiläen – privater wie betrieblicher Natur.

Die andere Seite: Das Gasthaus bietet selbst ein umfangreiches kulturelles Programm an, das großes Interesse zwischen Hellersdorf, Marzahn, Treptow und Köpenick findet. Das beginnt beim Tanztee im Wintergarten beispielsweise, setzt sich über Comedy-Programme („Verarscht nach Quoten“ mit dem Kabarett Kneifzange; „Der Flotte Dreierei“ mit den Stachelschweinen beispielsweise), Konzerte, Sommer- und Kinderfest fort bis hinzu zu Partys an besonderen Feiertagen wie Ostern, Pfingsten oder Weihnachten oft verbunden mit speziellen gastronomischen Angeboten. Oder das kulinarische EventInszenierte Veranstaltung in meist außergewöhnlicher Umgebung , die Gäste durch ihre emotionale Ansprache aktivieren soll.
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steht allein – das montägliche Überraschungsmenü zum PreisTransaktionspunkt zwischen Angebot und Nachfrage eines Produkts bzw.
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von 9,90 Euro, das Steak spezial jeden Mittwoch und Donnerstag ab 6,50 Euro. Bereits zur guten Tradition ist der alljährlich im Spätsommer stattfindende „Hubertus-Ball“ geworden. Der einheimische Lions Club hat sich hier niedergelassen, und auch Wirtschaftsgremien treffen sich an diesem Ort regelmäßig.

Küchenchef Marcus Kießling setzt auf eine ambitionierte gutbürgerliche Küche mit frischen Produkten aus der Region Berlin-Brandenburg. Natürlich verwundert es nicht, wenn man beim Studium der Karte auf den Schwerpunkt „Wildspezialitäten“ stößt. Schließlich ist der Heilige Hubertus der Patron der Jagd und der Jäger. Für den Service zeichnet Birgit Lubenow, die Restaurantleiterin, verantwortlich.

Angesichts dieses Potenzial wird im Gasthaus auch seit dem ersten Jahr der Wiedereröffnung ausgebildet – jährlich einen Restaurantfachmann/frau und einen Koch/ Köchin. Mindestens 10 junge Damen und Herren haben hier schon ihre Ausbildung genossen und haben danach auch eine Anstellung bekommen.

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