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Ein Gläschen auf den Titel: Joachim Berger

© Stefan Pluder

Schleswig-Holstein

Honoriger Kellergeist

Ratskeller-Pächter Joachim Berger wird seltene Ehrung zuteil

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/48 vom 2. Dezember 2006
von

LÜBECK. Ginge es streng nach Etikette, dann bräuchte er jetzt neue Visitenkarten. „Joachim Berger – Ratskellermeister zu Lübeck“ müsste da stehen. Dem Pächter des Lübecker Ratskellers ist durch die Bürgerschaft der Hansestadt jetzt eben jener honorige Titel verliehen worden.

Diese Auszeichnung, in Deutschland nur ganz selten vergeben – war auch in der Hansestadt Lübeck lange Zeit vakant. Berger ist der erste Ratskellermeister seit 1969, als damals Herbert Nafrot diesen Titel innehatte. Nicht alle Pächter des Ratskellers nach Nafrot wurden mit der Ehrung eines Ratskellermeisters ausgezeichnet.

Anlässlich eines Empfangs im Audienzsaal des Rathauses erinnerte Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe an eine schöne Tradition, wonach der Ratskellermeister früher täglich drei Liter Wein als „Weingeschenk“ dem Stadtoberhaupt zu kredenzen hatte. Doch nicht wegen etwaiger Präsente hat Berger den Ehrentitel erhalten. Vielmehr ist es ihm zu verdanken, dass seit der ÜbernahmeDies kann mit oder gegen den Willen des Managements erfolgen.
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des Ratskellers im Jahre 1995 dieser wieder seinen alten Glanz erhalten hat, wie Stadtpräsident Peter Sünnenwold erklärte.

Viel Prominenz hat seitdem den Ratskeller besucht und dort Wein und Gastlichkeit genossen. Viel Prominenz war auch zur Ehrung von Joachim Berger erschienen. Darunter Schleswig-Holsteins ehemaliger Ministerpräsident Björn Engholm, IHK-Präses Bernd Jorkisch und die ehemaligen Stadtpräsidenten Charlotte Harns und Peter Oertling.

Berger, gebürtiger Berliner, gelernter Koch und viele Jahre zur See gefahren, eröffnete mit Ehefrau und Restaurantfachfrau Christa 1967 Lübecks erstes Steakhaus. Zwei Jahre später übernahm das Ehepaar Berger den historischen Weinkeller in den mittelalterlichen Gewölben des Heiligen- Geist-Hospitals. Auch diesen Betrieb hat Berger als Wahrzeichen Lübscher Gastlichkeit weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt gemacht.

Für Berger ist der Titel „Bestätigung der Aufbauarbeit einer ganzen Familie“. Wie es allerdings mit dem „Weingeschenk“ in Zukunft zu halten sei, ließ Berger offen. Er plant zunächst die Sanierung des Germanistenkellers im Ratskeller, damit die zurzeit noch ausgelagerten historischen Weinfässer wieder einen würdevollen Platz erhalten. Der aus ihnen dann abgefüllte edle Lübecker Rotspon in Flaschen mit dem Lübschen Adler soll über die Grenzen der Stadt hinaus Zeugnis^ Arbeitszeugnis.
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ablegen von Hanseatischer Tisch- und Trinkkultur. Stefan Pluder


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