Bayern
Hotel-Verbund mahnt Reformen an
Pro-Allgäu-Chef will Geld sparen: Tourismusverband soll Augsburger Büro schließen
OBERSTDORF Auch nach der Streichung der EU-Zuwendungen soll die Finanzierung des Allgäu Marketing über das Jahr 2007 hinaus gewährleistet sein. Um dies zu garantieren fordert der Geschäftsführer von Pro-Allgäu, Dirk Schoppmann, Reformen vom Tourismusverband Allgäu/Bayerisch-Schwaben. Er schlägt unter anderem vor, „die – neben Kempten – kostenträchtige zweite Geschäftsstelle des Verbandes in Augsburg zu schließen“.
Diese sei überflüssig, meint Schoppmann. Der kleinere nördlichen Teilbereich des Verbandes könnte künftig von Kempten aus gesteuert werden. Die positive Konsequenz sei, dass sich dadurch das Allgäu-Budget des Tourismusverbandes künftig um 50 Prozent erhöhen würde und damit das Geld auch dort ausgegeben werden könne, wo es von der Mehrzahl der Mitglieder erwirtschaftet werde. Schoppmann will verhindern, dass Geld aus dem Allgäu in den Norden des Verbandsgebiets fließt. Das Allgäu, wo 90 Prozent des Beitragsaufkommens erwirtschaftet werde und den gleichen Anteil bei den Übernachtungen aufweise, beanspruche einen entsprechenden Anteil für die Werbung.
In der Organisation Pro Allgäu sind 65 regionale Spitzenhotels mit 6000 Betten zusammengeschlossen. Pro Allgäu hat als Organisation der führenden regionalen Hotelkooperation als einzige privatwirtschaftliche Institution 500.000 Euro direkt in die dem Tourismusverband angeschlossene Allgäu-Marketing GmbH investiert.