Recht & Steuern

Schmid

© Archiv

Baden-Württemberg

Hoteliers tun was für die Wirtschaft

Aktuelle Zahlen belegen: Der reduzierte Mehrwertsteuersatz wirkt auch im Südwesten

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2010/28 vom 10. Juli 2010
 Holger Zwink

STUTTGART. Die Mehrwertsteuer), ^ Umsatzsteuer.
weiter mit Mausklick...
-Senkung in der Hotellerie sorgt für Investitionen, zusätzliche Arbeitsplätze und niedrigere Übernachtungskosten. Und dies lässt sich auch belegen: Der DEHOGA
weiter mit Mausklick...
Baden-Württemberg wartet mit folgenden Zahlen und Fakten auf:

„Unserem Verband liegen aktuell 590 Rückmeldungen von Hotels aus Baden-Württemberg vor. Auf diese Weise können wir bereits jetzt Investitionen in Höhe von 133 Mio. Euro konkret belegen, die direkt auf die Mehrwertsteuersenkung zurückzuführen sind“, betont Peter Schmid, Präsident des DEHOGA-Landesverbandes. Gegenüber den Investitionssummen, die das Statistische Landesamt auf Stichprobenbasis für zurückliegende Jahre ermittelt habe, bedeute dies eine deutliche Steigerung.

Wirksame Impulse

Damit sei genau das eingetreten, was mit der Steuersenkung beabsichtigt war: kräftige, schnell wirkende Wachstumsimpulse durch Aufträge fürs örtliche Handwerk, für die Bauwirtschaft und für die Zulieferindustrie, erläutert Schmid. „Die Investitionen der Hotellerie sichern Arbeitsplätze auch in anderen Branchen und sorgen außerdem für zusätzliche Steuereinnahmen.“ Bundesweit habe der DEHOGA mehr als 4000 Rückmeldungen von Betrieben vorliegen. Das Gesamtvolumen der gemeldeten Investitionen liege aktuell bei mehr als 700 Millionen Euro (Seite 4).

Nachweisbar sind laut DEHOGA mittlerweile auch positive Beschäftigungs-Effekte in der Branche selbst: Demnach zählte die Bundesagentur für Arbeit ein Plus von 23,3 Prozent bei den Stellenangeboten der Hotellerie. Im April lag die Zahl der gemeldeten offenen Stellen sogar um 31,6 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Auch dafür, dass die Hotelgäste im Land direkt von der Steuerreduzierung profitieren, gebe es mittlerweile zahlreiche unabhängige Belege, schreibt der DEHOGA. Nach Erhebungen des Statistischen Landesamtes lagen die Preise für Beherbergungsdienstleistungen im April 2010 um 3,9 Prozent niedriger als im April 2009. Bestätigt werde die amtliche Statistik durch Zahlen vom Hotel-Buchungsportalen im Internet. Folgt man dem Hotelpreisradar von HRS für den April 2010, lagen die Preise für Hotelübernachtungen im ersten Quartal 2010 in zehn deutschen Großstädten im Durchschnitt zwischen 1,4 Prozent und 8,7 Prozent niedriger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2009.

„Die Zahlen und Fakten belegen, dass die Hotellerie in Deutschland Wort hält“, betont DEHOGA-Präsident Peter Schmid. Für ihn steht fest: „Die positiven Effekte, die wir vorhergesagt haben, treten ein – daran ändert auch die teilweise bösartige Kritik an der Steuersenkung nichts.“

Blick nach Europa

Dass die Reduzierung der für Beherbergungsleistungen sinnvoll ist, zeige zudem der Blick auf den europäischen Wettbewerb: „Praktisch alle Nachbarstaaten, mit denen wir als Tourismusland konkurrieren, arbeiten schon seit Jahren mit reduzierten Hotel-Mehrwertsteuersätzen, zum Beispiel Frankreich mit 5,5 Prozent, die Schweiz mit 3,6 Prozent und Österreich mit 10 Prozent“, so der DEHOGA-Präsident.

Die Senkung der Hotel-Mehrwertsteuer sei daher ein längst überfälliger Schritt zur Herstellung fairer Wettbewerbsbedingungen für die einheimische Tourismuswirtschaft gewesen. hz



www.dehogabw.de

ThemenalarmKommentierenDrucken
Auch interessant

Politiker sollen nicht "herumeiern"

DEHOGA-Landeschefs Brandl und Schmid fordern vehement den reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie. mehr...

Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:

Weitere Artikel zu den Themen:

Diesen Artikel bei Google+, Xing, Twitter oder Facebook weiterempfehlen:

Bisher keine Leser-Kommentare zum Artikel

Anzeige