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Berlin

Hotellerie braucht Schub

HoGa-Verband will mit zahlreichen Aktivitäten das stetig wachsende Bettenangebot ausgleichen

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/49 vom 9. Dezember 2006
 Uwe Lehmann

BERLIN. Die Bundeshauptstadt im Advent 2006: Das sind milde, frühlingshafte Temperaturen und glücklich bis in die Nacht shoppende Besucher, die sich trotz Berliner Winter-Zauber und Weihnachtsbeleuchtung eher in einen „Magic Spring“ versetzt fühlen. Den Berliner Hoteliers ist es gleich – der Ansturm der Adventstouristen zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht.

Schließlich konnten sie im November bereits eine ordentliche Auslastung von 72 Prozent verzeichnen. Berlin liegt ungeachtet der erhöhten Bettenkapazität – derzeit 87.000 Betten in zirka 580 Hotels – bei einer durchschnittlichen Auslastung von 63 Prozent. „Mehr als der Bundesdurchschnitt“, zeigt sich Willy Weiland, Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes Berlin e.V., zufrieden.

Weiland geht davon aus, dass in diesem Jahr bei den Übernachtungen erstmals die 16-Millionen-Marke erreicht werden kann. „Damit sind wir unserem ehrgeizigen Ziel, 20 Mio. Übernachtungen bis zum Jahr 2010 zu erreichen, ein weiteres großes Stück näher gekommen“, gibt sich der HoGa-Präsident optimistisch. Für 2007 setzt er vor allem auf die Kultur-Marketingkampagne „Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin“ und die viermonatige Ausstellung des „Metropolitan Museum of Art“.

Einen weiteren kräftigen Schub benötigt die Hotellerie der Hauptstadt im nächsten Jahr auch dringend, denn allein in den letzten Monaten kamen 3500 Betten neu auf den Markt (siehe Kommentar). Die Gesamtkapazität in Berlin wird in den nächsten Jahren mit Sicherheit 100.000 Betten überschreiten. Mit Freude hat Weiland daher auch die Liberalisierung der Ladenöffnungszeiten aufgenommen. Von den Shopping-Möglichkeiten rund um die Uhr erwartet er nicht nur Impulse für die Hotellerie durch Einkaufstouristen, sondern glaubt, dass dies auch Auswirkungen auf die Ausgeh- und Essgewohnheiten der Berliner haben wird, was insbesondere der Gastronomie zugute kommen sollte.

Alle Maßnahmen und Aktionen können den stetigen Bettenzuwachs jedoch bisher nur soweit ausgleichen, dass die Auslastung stagniert und nicht sinkt. Um die Belegungszahlen zu erhöhen, ist mehr nötig. Michael Zehden, Schatzmeister des HoGa-Verbandes und gleichzeitig im AufsichtsratOrgan einer wirtschaftlich ausgerichteten juristischen Person des Privatrechts, dem insbesondere die Kontrolle der ordnungsgemäßen Geschäftsführung obliegt.
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der Flughafengesellschaft, setzt daher auf mehr Direktflugverbindungen von und nach Berlin. Besonders der asiatische Markt müsse besser an die Hauptstadt angebunden werden, fordert Zehden. Er verweist darauf, dass die mit Unterstützung der Hotellerie ins Leben gerufene New York-Verbindung zu über 80 Prozent ausgelastet ist. Auch der Direktflug nach Katar sei sehr erfolgreich. Besucher-Potential sehen Weiland wie Zehden in einem weiteren Ausbau der MesseIm wirtschaftlichen Sinne eine zeitlich begrenzte, wiederkehrende Veranstaltung auf einem bestimmten Gelände, die es Produzenten oder Verkäufern einer Ware bzw.
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- und Kongressaktivitäten. Dafür wurde eigens ein Berlin Convention-Büro eingerichtet.

Dabei kann Berlin nicht nur mit günstigen Preisen, sondern auch mit einer hohen Service-Qualität punkten. So werden in den Berliner Hotels allein derzeit 6200 junge Menschen zu Fachkräften ausgebildet, auf die die Betriebe später zurückgreifen können. „Die Hauptstadt-Hotellerie wird ihre hoch gesteckten Ziele nur erreichen können, wenn sie den sich ständig ändernden Gästeerwartungen RechnungJede Urkunde, mit der ein Unternehmer oder in seinem Auftrag ein Dritter eine Lieferung oder sonstige Leistung gegenüber einem Leistungsempfänger abrechnet, gleichgültig, wie diese Urkunde im Geschäftsverkehr bezeichnet wird .
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trägt und permanent ein hohes Maß an Qualität sicher stellt“, gibt Willy Weiland für die nächsten Jahre die Richtung vor. (Seite 2) Uwe Lehmann


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