Tourismus
Hotelmarkt Oldenburg hat Potenzial
von Heinz Arndt
OLDENBURG. Der Hotelmarkt Oldenburg bietet ein erhebliches Potenzial zur Steigerung des Übernachtungsaufkommens. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, dass das Beratungsunternehmen ghh consult aus Wiesbaden im Auftrag der Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH ( OTM) erstellt hat.
Die Tourismus- und Hotelexperten dieses Unternehmens haben die Hotellerie und das Tourismuspotenzial im Zeitraum Mai bis Juli 2009 untersucht und bewertet. Da Oldenburg weder über ein Markenhotel verfügt, noch ein Hotelbetrieb einer Gesellschaft oder einer Kooperation angehört, wird der Markt maßgeblich durch kleinere Mittelklassenhotels geprägt.
Im Ergebnis formuliert Elmar Kunz von ghh consult, dass "neben einem in vielen Betrieben festzustellenden Investitionsstau auch die natürliche Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Mitarbeiter nicht immer die sicht- und spürbaren Defizite der Professionalitat ausgleichen kann. Obwohl die Stadt hohes touristisches Potenzial verspricht, muss die touristische Infrastruktur verbessert werden, wenn Oldenburg eine Steigerung der Nachfrage erreichen will".
So bewertet das Gutachten auch das Angebot an 3-Sterne-Häusern im Hinblick auf die Kapazitäten kurzfristig noch als ausreichend, jedoch sind bei vielen Häusern deutliche Mängel in der Qualität der Einrichtung und / oder des Services zu bemängeln. Insgesamt sei für die touristische Entwicklung Oldenburgs das Übernachtungsangebot quantitativ und qualitativ unzureichend.
In diesem Zusammenhang wurde das Gutachten auch der Oldenburger Hotellerie vorgestellt und es besteht für die Möglichkeit die genaue Analyse ihrer einzelnen Häuser über die OTM zu erhalten. Somit können sie gezielt an einer Verbesserung ihres Angebots arbeiten.
Vor dem Hintergrund der Bewertung des derzeitigen Hotelangebotes sehen die Gutachter bis zum Jahr 2025 ein Potenzial für zwei bei optimistischer Prognose sogar für drei neue Hotelbetriebe in Oldenburg. Ebenso machen die Gutachter einen dringenden Bedarf im Segment der Tagungshotellerie mit umfangreichen Veranstaltungskapazitäten aus, denn zurzeit verliert Oldenburg entsprechende Nachfrage an die Konkurrenz im angrenzenden Umland.
"Seit ich hier bin, wünsche ich mir einen Hotelausbau für Oldenburg. Nun freue ich mich über das entsprechende Gutachten. Mag es Hiesige oder Auswärtige ermuntern, in unserer wachsenden Stadt zu investieren", erklärte Oldenburgs Oberbürgermeister Gerhard Schwandner. Zudem bestätigte er, dass er es begrüßen würde, wenn sich in Oldenburg eine der zahlreichen internationalen Hotel-Ketten ansiedeln würde.
"Neues Angebot schafft erfahrungsgemäß zusätzliche Nachfrage und der Wettbewerb unter den Hotels wird stimuliert. Das kann zu erhöhter Qualität und verbesserter Servicebereitschaft führen, wovon der Gast profitiert", betont Hans-Peter Lauppe von ghh consult.
Für Silke Fennemann, Geschäftsführerin der OTM, ergeben sich aus dem Gutachten wichtige und zielführende Ansätze für die Weiterentwicklung des Tourismus in Oldenburg. "Wir wissen jetzt präziser, in welchen Bereichen wir gemeinsam mit der Hotellerie ansetzen können und müssen, um den Oldenburger Tourismus in den relevanten Segmenten wettbewerbsfähig zu gestalten", äußerte sie. Dem fügte sie noch hinzu: " Die wirtschaftlichen Impulse durch den Tourismus sind enorm und die Stadt Oldenburg könnte noch mehr davon profitieren".
