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Wissen um ihre Verantwortung als Ausbilder: Thomas Kursikowski (l.) und Küchenchef Marcus Dührkop

Gerlach

Mecklenburg-Vorpommern

Im zweiten Anlauf sturmfest

Familie Kursikowski und ihr „Gastmahl des Meeres“ werden für herausragende Ausbildungsarbeit ausgezeichnet

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2006/29 vom 22. Juli 2006
von

SASSNITZ An Urkunden herrscht kein Mangel im „Gastmahl des Meeres“ in Sassnitz. Aber auf die neueste Auszeichnung sind Chef Thomas Kursikowski und seine Mutter Barbara besonders stolz. Die IHK Rostock hat das Unternehmen jetzt für beispielhafte Ausbildung geehrt.

35 Auszubildende haben seit der Eröffnung des neuen Restaurants im Jahre 1996 hier ihre Lehre zum Koch, zur Restaurant- und Hotelfachkraft mit Erfolg absolviert. „Wir sind schon immer gut gefahren, unsere Mitarbeiter im eigenen Betrieb heranzubilden“, verrät Barbara Kursikowski.

Das „Gastmahl des Meeres“ und mit ihm die Kursikowskis sind für Fischliebhaber ein Synonym für erstklassige Fischküche. Zu DDR-Zeiten war der Restaurantname ein Privileg. Über das ganze Land verteilt gab es nur 36 „Gastmahle des Meeres“. Diese Spezialitätenrestaurants wurden vom Fischkombinat fachlich betreut und bevorzugt beliefert. Der Niedergang des Fischkombinats bedeutete nach 1990 das Aus für die meisten dieser Restaurants. Anders in Sassnitz, hier kämpften Barbara und Jürgen Kursikowski, die seit 1977 Küche und Restaurant führten, um das Überleben an langjähriger Wirkungsstätte. Auf fünf erfolgreiche Pachtjahre folgten Grundstückskauf, Abriss und 1996 die Eröffnung des Neubaus. Rund zwei Mio. Euro wurden investiert. Hinzu sind noch zwölf komfortable Doppelzimmer gekommen.

Viel zu früh ist Küchenmeister Jürgen Kursikowski gestorben. Sein Vermächtnis liegt bei Gattin Barbara, dem Sohn Thomas und dem Mitarbeiterteam in besten Händen. Das „ Gastmahl des Meeres“ ist seit Jahren wieder erste Adresse für gute Fischküche auf der Insel. Die Auswahl reicht von der großen Fischplatte für zwei Personen bis zum Sassnitzer Pfannensprott mit Salaten der Saison. Letzteres ist ein kulinarisches Unikat, wie es wohl sonst nirgendwo an der Ostseeküste zu haben ist. „Was Stint an der Nordsee oder die Sardinen im Mittelmeer sind, können hier an der Ostseeküste mindestens ebenso schmackhaft die Sprotten sein“, ist sich Küchenchef Marcus Dührkop sicher. Die frisch in Öl gebackenen Sprotten mit Bratkartoffeln, appetitlich mit Salaten angerichtet und einem trockenen Sachsenwein, halten, was sie versprechen. Ein deftig köstliches kulinarisches Vergnügen.

Telefon (038392) 5170

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