Hotellerie
Intercontinental Obersalzberg macht Verlust
von Alexandra Leibfried
Obersalzberg. Das Intercontinental am ehemaligen Sommersitz von Adolf Hitler bei Berchtesgaden ist erneut in die Schlagzeilen geraten. Auch vier Jahre nach der Eröffnung schreibt das 5-Sterne-Hotel Medienberichten zufolge herbe Verluste. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung liegt die durchschnittliche Auslastung lediglich bei 53 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte die Betreibergesellschaft des Hotels einen Verlust von mehr als 4 Mio. Euro erwirtschaftet (die AHGZ berichtete).
Seit der Eröffnung im März 2005 summieren sich die Verluste der Berchtesgaden International Resort Betriebs GmbH mittlerweile auf 15 Mio. Euro. Die Verluste trägt die Bayerische Landesbank (Bayern LB). Laut SZ sind bis auf eine Ausnahme alle 150 Beschäftigten des Hotels bei der Bayern LB angestellt. Interconti stellt gegen eine Gebühr nur den Hoteldirektor. Hoteliers aus der Region sind entrüstet, dass ihr Konkurrent vom Steuerzahler aufgefangen wird. Die Verluste der Bayern LB durch die Finanzkrise betrug 5 Mrd. Euro. Mit 10 Mrd. Euro wurde die Landesbank vom Freistaat Bayern gestützt.


C. Scvhäfer-Burgund, Garmisch-Partenkirchen
28.05.2009 um 11:06
Betreff: Banker als Hotelier? Schuster, bleib bei deinen Leisten
Liegts am Hotel oder ist der "magische" Obersalzberg als Publikumsmagnet längst nicht so wirksam, wie prognostiziert? Was zunächst als sichere Beteiligung gedacht gewesen sein mag, ist gerade im schwierigen Augenblick ein unwillkommener Klotz am Bein mehr der Bayern LB. Ob gerecht oder ungerecht: derzeit geht der Trend stark in Richtung intensiver (direkter oder indirekter) staatlicher Beteiligung und Einflussnahme an privatwirtschaftlichen Vorgängen. Wohl dem, der da gut beraten ist C. Schäfer-Burgund follow me at twitter: buntundunbunt