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Enger Zeitplan: Alle 184 Zimmer des Strandhotels sollen bis 2009 komplett erneuert sein

© Helmut Heigert

Schleswig-Holstein

Investitionsoffensive an der Ostsee

In den Ferienpark Weissenhäuser Strand fließen mehr als 11 Millionen Euro / Verstärkt Gäste aus Skandinavien

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2008/26 vom 28. Juni 2008
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WEISSENHÄUSER STRAND. Mit einem groß angelegten Investitionsprogramm rüstet sich der Ferienpark Weissenhäuser Strand für die Zukunft. Nach Angaben von GeschäftsführerBezeichnung für das Leitungsorgan der Gesellschaft mit beschränkter Haftung .
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Töns Haltermann will der mit rund 3800 Betten größte Einzelbetrieb in Deutschland in den nächsten Jahren mehr als 11 Mio. Euro investieren. Davon sollen rund 5 Mio. Euro für klassische Investitionen in den Wohnraum genutzt werden. Mehr als 1 Million Euro sollen in die Neugestaltung der Gastronomie fließen. Und für mehr als

5 Mio. Euro soll der Columbus Park in einen Erlebnispark für die ganze Familie umgebaut werden. „Alle Modernisierungen werden mit 10 Prozent vom Land Schleswig-Holstein gefördert“, fügt Haltermann hinzu.

In diesem Jahr sollen nach Angaben von Haltermann weitere 66 Zimmer des Strandhotels renoviert werden. Ende 2009 sollen dann alle 184 Zimmer des 4-Sterne-Hotels komplett erneuert sein. Auch die 300 Einraum-Apartments im benachbarten Haus Düne sollen Hotel-Standard bekommen.

Anreiz für Familien schaffen

Zudem will der Ferienpark die verstärkte Nachfrage nach großen Unterkünften bedienen. So sollen 7 der insgesamt 57 Bungalows künftig als ganze Ferienhäuser mit einer Wohnfläche von 91 Quadratmeter angeboten werden. In den vergangenen Jahren war die gesamte Bettenkapazität des Ferienparks durch die Zusammenlegung von bisherigen 1- und 2-Raum- zu 3-Raum-Apartments um etwa 200 Betten verringert worden.

Rund 1,2 Mio. Euro sollen in die Renovierung von Restaurants und Festsälen fließen. So sollen die beiden Restaurants Witthüs und Passat nach 30 Jahren im Kern saniert werden. Außerdem soll der Baltic Festsaal Tageslicht und eine Klimaanlage erhalten. Insgesamt verfügt der Ferienpark über 9 Restaurants, Bars und Bistros mit rund 1500 Sitzplätzen.

Mit der Neugestaltung des Columbus Parks will Haltermann vor allem für Familien zusätzliche Anreize schaffen, den Ferienpark an der Hohwachter Bucht zu besuchen. „Kinder sollen in dem Park etwas lernen und aktiv werden können“, sagt der Geschäftsführer. Ursprünglich war das 120.000 Quadratmeter große Gelände angelegt worden, um das Regenwasser des Ferienparks biologisch zu klären. Heute leben in der parkähnlichen Teichlandschaft zahlreiche Vogelarten. In Zukunft soll das Freigelände zu einem Erlebnispark mit Piratenschiffen, Klettergarten, Goldmine und einem begehbaren Kolumbus mit Rutschen umgebaut werden.

In einem ersten Bauabschnitt wird die bestehende Fläche vom kommenden Frühjahr an für rund 3 Mio.umgebaut. In einem zweiten Bauabschnitt soll eine 6 Hektar große Fläche in einen Erlebnisbauernhof umgewandelt werden. Im Jahr 2011 soll der neue Columbus Park fertig gestellt sein. Die Badelandschaft „Subtropisches Badeparadies“ lockt nach Angaben des Geschäftsführers etwa 400.000 Besucher jährlich an. Haltermann: „Unser Ziel sind 100.000 zusätzliche Gäste im Jahr durch den neuen Columbus Park.“

Nach Angaben von Prokurist Bernd Bartel registrierte der Ferienpark im vorigen Jahr bei 160.000 Gästen rund 700.000 Übernachtungen. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei 57 Prozent. Etwa 45 Prozent der Betten füllt der Ferienpark mit Hilfe von Reiseveranstaltern. „Wir arbeiten mit sehr vielen Reiseveranstaltern zusammen“, sagt Bartel. In den vergangenen Jahren haben sich die Quellmärkte jedoch dramatisch verändert. Kamen 2000 noch 40 Prozent der Gäste aus den neuen Bundesländern, waren es 2007 nur noch 17 Prozent. Diese Lücken wurden vor allem durch Gäste aus Skandinavien geschlossen, deren Anteil derzeit bei 29 Prozent liegt.

Helmut Heigert


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