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Zeit für Erholung nach dem harten Wettbewerb bleibt kaum: Zurück in seinem Restaurant, wartet auf Wahabi Nouri der Alltagsstress eines Sternekochs.

© Thurm

Hamburg

Jetzt hat ihn der Alltag wieder

Die Teilnahme am Bocuse d‘Or in Lyon wird Wahabi Nouri unvergesslich bleiben

aus: AHGZ-Druckausgabe Nr. 2005/5 vom 5. Februar 2005

HAMBURG „So, jetzt muss ich mich erst mal wieder um mein Restaurant kümmern“, war die erste Reaktion von Wahabi Nouri, als er von der Weltmeisterschaft der Köche aus Lyon wieder in Hamburg eintraf. Wochenlang hatte der Sternekoch und Inhaber des Restaurants Piment mit seinem Assistenten Frederik Minzlaff für das große Ereignis, den Bocuse d’Or, trainiert. Der verdiente Lohn: ein ehrenhafter zehnter Platz in einem Teilnehmerfeld aus 24 Nationen.

Mit seinen 956 Punkten wäre Nouri beim letzten Wettbewerb vor zwei Jahren noch Sieger geworden. Für den Koch ein klares Zeichen für das enorm gestiegene Leistungsniveau. „Leider stimmte die Temperatur beim Fleisch und beim Fisch nicht hundertprozentig, sonst hätten wir deutlich besser abgeschnitten“, resümiert der 34-jährige Koch. Trotzdem sei die Teilnahme in Lyon für ihn eine wunderbare Erfahrung gewesen.

Beeindruckt hat ihn die Hilfsbereitschaft unter den Kollegen: „Die Österreicher haben uns mit Schüsseln ausgeholfen, die Italiener haben uns eine Wärmebrücke geliehen und wir haben den irischen Köchen am zweiten Tag unsere Platten gegeben.“ Gefallen hat Nouri auch, dass Tausende Fans beim Arbeiten zugeschaut und ihre Köche angefeuert haben. Schade fand er allerdings, dass nur so wenige deutsche Fans angereist waren. Ob er das nächste Mal in zwei Jahren wieder dabei sein wird, weiß er natürlich noch nicht. Lust hätte er schon, aber jetzt muss er sich ja erst mal wieder um sein kleines, feines Restaurant kümmern.


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